Eskalation um Liebesdienste in öffentlicher Toilette – Mann will 20 Euro wiederhaben

Streit um Hurenlohn

Lüneburg/Uelzen. Er wirkt rau und ungehobelt, fällt der Richterin immer wieder ins Wort: Seit gestern sitzt ein 42-jähriger Serbe auf der Anklagebank des Lüneburger Landgerichts.

Unter anderem wegen versuchten Raubes hat er sich zu verantworten, weil er sich im August 2013, so die Anklage, nach den Diensten einer Gelegenheitsprostituierten auf einer öffentlichen Toilette in Uelzens Innenstadt den Hurenlohn von 20 Euro mit Gewalt wieder zurückholt haben soll.

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Bei seiner Anhörung erklärt der Mann gestern, dass er der Frau die 20 Euro geliehen habe, weil sie ihm Leid tat. Er hätte beobachtet, wie die Frau, die genau wie er von einer Uelzener Beratungsstelle betreut wurde, sich jedem an den Hals für Geld geworfen habe. Doch nachdem er ihr das Geld gegeben habe, so übersetzt eine Dolmetscherin im Gerichtssaal für ihn, hätte sie ihn in die Damentoilette gegenüber der damaligen Baustelle des Alten Rathauses hineingerufen, und begonnen seine Hose zu öffnen. Er soll darüber so beleidigt gewesen, dass er sie zurückgestoßen habe und sein Geld wieder haben wollte.

„Da ging es turbulent zu“, schildert eine Rentnerin aus Ebstorf als Zeugin am ersten Verhandlungstag. [...]

Von Angelika Jansen

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