Zehn Kreistagsstimmen für FDP-Vorschlag zur Auflösung aller Bezirke

Streit um freie Schulwahl

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Vor allem um den Einzugsbereich des Uelzener Lessing-Gymnasiums, hier die Klasse 5 d im Unterricht, dreht sich die Schulbezirks-Diskussion der Kreispolitik.

Uelzen. Mit so viel Zuspruch hatte selbst Rainer Fabel (FDP) nicht gerechnet.

Der Antrag des Liberalen, alle Schulbezirke im Landkreis Uelzen aufzulösen, damit die Eltern frei entscheiden können, an welcher Schule ihre Kinder unterrichtet werden sollen (die AZ berichtete), erhielt während der jüngsten Kreistagssitzung zwar keine Mehrheit, aber auf verlorenem Posten stand Fabel bei der Abstimmung nicht. Zehn Kreistagsmitglieder votierten für den Vorschlag von Fabel – vor allem aus der CDU/FDP/RRP-Gruppe. Zwei Gewählte enthielten sich ihrer Stimme. 31 stimmten dagegen.

Noch vor der Entscheidung war Fabel per Zuruf aus den Reihen der Kreistagsmitglieder prophezeit worden, mehr als eine Stimme für seinen Vorschlag werde es nicht geben. Bereits während der Aussprache zum Beschluss hatte dann schon Renate Berndt (Die Grünen/Bündnis Zukunft) erklärt, dass auch sie für die Auflösung der Schulbezirke stimmen werde, damit es zu einer stärkeren Profilbildung der Schulen komme.

Ein Argument, das auch von Fabel angeführt worden war. Er versprach sich von einer freien Schulwahl einen größeren Wettbewerb der Schulen untereinander, der schließlich in eine bessere Unterrichtsqualität und auch zu einer Profilbildung der Schulen führe.

Von Norman Reuter

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