Mitarbeiter des Helios-Hauses kämpfen heute um Gewinnbeteiligung / Notfall-Dienstplan erstellt

Streik im Uelzener Klinikum

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Die Gewerkschaft Verdi hat zum Streik aufgerufen, um Forderungen bei einer Gehaltserhöhung und Gewinnbeteiligung durchzusetzen – auch in Uelzen wird die Arbeit niedergelegt.

Uelzen. Im Helios Klinikum in Uelzen wird heute nur eine Notbesetzung die Behandlung und Betreuung der Patienten übernehmen.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks in den niedersächsischen Helios-Kliniken aufgerufen, von denen die Standorte Uelzen, Wittingen, Gifhorn, Hildesheim, Herzberg am Harz, Nienburg und Salzgitter betroffen seien, wie der Verdi-Bezirk Nordost-Niedersachsen in Göttingen mitteilt. Hintergrund des Arbeitskampfs ist eine Tarifauseinandersetzung mit dem Klinikkonzern um eine Gehaltserhöhung und eine Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter.

„Die Beschäftigten, auch in Uelzen, werden streiken, weil ein fest verhandeltes Angebot von Helios zurückgezogen wurde“, sagt Lars Stubbe von der Verdi-Geschäftsstelle Lüneburg gestern auf AZ-Nachfrage. So gut wie ausgehandelt worden sei nämlich für die Angestellten statt einer pauschalen Beteiligung an den Helios-Gewinnen eine umsatzorientierte Beteiligung. Einen Tarifabschluss soll es auf Grundlage dieses Angebots nun aber doch nicht geben, so Stubbe. Mehr noch: Eine avisierte Gehaltserhöhung erhielten die Helios-Mitarbeiter nur, wenn sie auf die ergebnisorientierte Gewinnbeteiligung verzichteten.

Von Ines Bräutigam

Mehr zum Streik lesen Sie am Freitag im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

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