IG-Bau wählt Großprojekt in Uelzen für Protestaktion

Tarifstreit: Arbeitspause auf der Baustelle "Uhlenköper-Center"

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nre Uelzen. Es ist eines von Uelzens Großbauprojekten: Täglich wird an der Bahnhofstraße mit Hochdruck, um das Einkaufszentrum "Uhlenköper-Park" wiedereröffnen zu können. Seit vergangenen Herbst wird es saniert.

Doch am heutigen Donnerstagmittag haben die Baustellen-Arbeiter um 13 Uhr ihre Werkzeuge zur Seite gelegt. Die Gewerkschaft IG-Bau nutzte die Pause der Bauarbeiter zu einer Infoveranstaltung.

Das Frühjahr ist bestimmt durch Tarifverhandlungen in Branchen: Bei Eisenbahngesellschaften wie Erixx, beim Öffentlichen Dienst, der Metallbranche - und auch im Baugewerbe. Beschäftigte und die Arbeitgeber-Vertretung fordern eine Lohnanhebung um 5,9 Prozent. Doch: Nach dem Motto "Wer weniger gibt, kann mehr behalten“ beharrten die Arbeitgeber auch nach der bereits dritten Verhandlungsrunde weiter auf ihrem Mini-Angebot von 1,3 Prozent (Ost: 2,0 Prozent) für zwölf Monate, so die IG Bau in einer Pressemitteilung zum Protest in Uelzen. "Mit Wertschätzung und Anerkennung der Leistung hat das nichts zu tun. Sowas lassen sich die Bauarbeiter nicht bieten. Mit einer Protest-Aktion gegen die Betonhaltung der Arbeitgeber machen sie ihrem Unmut Luft, denn sie wissen: ,Wir sind es wert!'", so die Gewerkschaft weiter.

Der Uhlenköper-Park soll im Sommer dieses Jahres wiedereröffnet werden mit einem Kaufland als größter Mieter.

Von Norman Reuter

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