Neue Markierung auf Veerßer Straße / Tempo 30-Zone am Königsberg ausgedehnt

Streifen für mehr Sicherheit

Die Stadt Uelzen hat die Sperrung der Abbiegespuren am Amtsgericht farblich jetzt noch deutlicher markiert. Zudem müssen die Fahrzeuge am Königsberg nun langsamer fahren. Foto: Ph. Schulze

Uelzen. Neue Markierungen auf den Kreuzungen der Veerßer Straße und eine Ausweitung der Tempo-30-Zone am Königsberg: An zwei Punkten in Uelzen hat die Stadt jetzt die Fahrbahngestaltung und Verkehrsführung verändert.

So wird die Sperrung der Abbiegespuren zwischen Amtsgericht und Kreishaus durch die farbliche Streifenmarkierung nun noch deutlicher. Zudem wurden die meisten der rot-weißen Baken entfernt.

„Das ist ein Versuch in Vorbereitung der Anbindung des neuen Marktcenters“, erklärt Stadtsprecherin Ute Krüger. Dabei soll erprobt werden, ob die Abbiegespuren aus verkehrstechnichen Gründen entfallen können und dies nach der Testphase auch von den Autofahrern akzeptiert wird. „Wir möchten das nicht nur theoretisch oder gutachterlich abhandeln, sondern so direkte Erfahrungen sammeln“, betont Krüger. Das Ziel sei, dass der Weg für Fußgänger in die Innenstadt im Zuge des Marktcenter-Baus möglichst wenige Querungen enthält und dadurch sicherer wird.

Die vor einigen Monaten gestartete Testphase auf der Veerßer Straße läuft noch bis 2012. Demnächst sollen auch die restlichen Baken entfernt werden. Allerdings stößt die Sperrung der Abbiegespuren nicht bei allen Autofahrern auf Verständnis. „Wir haben positive als auch negative Rückmeldungen. Teilweise gibt es Verzögerungen im Verkehrsfluss“, berichtet Krüger. Insgesamt gebe es in diesem Bereich aber keine Unfallhäufung. „Wir werden die gesamte Probephase abwarten, um endgültige Schlüsse zu ziehen“, kündigt die Sprecherin an.

Fakten geschaffen hat die Stadt derweil am Königsberg. Dort hat sie in Abstimmung mit der Polizei die bestehende 30er-Zone an der Straße „Am Königsberg“ auf den Emsberg ausgedehnt. Bislang begann diese Zone hinter der Einmündung zum Emsberg und endete am Immenweg. Auch am Hasenberg galt bereits Tempo 30.

Wiederholt hätten Bürger den Wunsch nach einer Geschwindigkeitsbegrenzung in den Bereichen der Schule und Turnhalle geäußert, sagt Krüger. Die 30er-Zone „Am Königsberg“ beginnt etwa in Höhe des Finanzamtes und endet dort auch wieder. Hierfür wurde das entsprechende Verkehrszeichen vor die Einmündung gerückt, die anderen am Immenweg und Hasenberg entfernt. Markierungen wurden auf die Fahrbahnen gesetzt und „Haifischzähne“ zur Verdeutlichung der Vorfahrtsregelung aufgetragen.

Überdies gilt an den Einmündungen Emsberg und Hasenberg eine geänderte Vorfahrtsregelung: Dort heißt es nun „rechts vor links“. Die Abbiegespuren in diesen Bereichen hat die Stadt geschlossen. Dadurch soll das Fahrtempo verlangsamt werden. „Uns ist bewusst, dass die neue Situation ungewohnt ist und zunächst als unbequemer empfunden werden könnte, sie führt aber zu mehr Sicherheit“, sagt Krüger. Blumenkübel mit entsprechender Kennzeichnung verhindern jetzt die Einfahrt. Die Stadt plant, den gewonnenen Platz der bisherigen Abbiegespuren für Anpflanzungen und Parkplätze zu nutzen.

Von Bernd Schossadowski

Kommentare