Planung soll bis zum 1. September stehen

Strecke zwischen Lehmke und Groß Liedern: Radweg-Bau für 2017 fest im Blick

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Für Radler ist die Fahrt auf der Kreisstraße 51 zwischen Lehmke und Groß Liedern wegen des Autoverkehrs oft kein Vergnügen. Nachdem die Politik nun grünes Licht gegeben hat, soll ein etwa 3,3 Kilometer langer Radweg 2017 gebaut werden.

Lehmke/Groß Liedern. „Der Knoten ist durchschlagen worden“, sagt Wrestedts Gemeindedirektor Harald Benecke und in seiner Stimme schwingt Freude mit.

Denn die Verwaltungsausschüsse der Stadt Uelzen und der Gemeinde Wrestedt haben kürzlich den Bau eines Radwegs entlang der Kreisstraße 51 zwischen Groß Liedern und Lehmke beschlossen (AZ berichtete). Jetzt soll es ganz schnell gehen: Bei einem Treffen mit dem Landkreis und einem Ingenieurbüro haben sich Vertreter beider Kommunen darauf geeinigt, die Planungsunterlagen für den Radweg bis zum 1. September einzureichen. Das ist die Voraussetzung dafür, dass die etwa 3,3 Kilometer lange Verbindung 2017 gebaut werden kann.

Damit wird ein lang gehegter Wunsch vieler Lehmker wahr. Sie halten das Radeln auf der Fahrbahn der K 51 für zu gefährlich und hatten für ihr Anliegen bereits mit Transparenten demonstriert. Lange Zeit hatte sich die Uelzener Politik aber mehrheitlich gegen das Projekt ausgesprochen. Nun folgte die Kehrtwende.

„Man ist sich einig, dass der sinnvollste Verlauf unmittelbar an der K 51 ist, und zwar an der östlichen Seite“, sagt Benecke. Die Strecke soll vom Ortsausgang von Lehmke bis zur Einmündung in die B 71 führen. Alternative Routen, etwa über Mehre oder einen südlich von Groß Liedern verlaufenden Wirtschaftsweg, sind somit vom Tisch.

Weil die Zeit bis September drängt, sollen nun zügig Vermessungsarbeiten an der Strecke beginnen. „Wir wollen nämlich so schnell wie möglich die Planungsunterlagen erstellen“, betont Benecke. Außerdem seien Gespräche mit Landwirten über Grundstücksverkäufe geplant.

Die Gesamtkosten für den Radweg wurden im vorigen Jahr auf 652 000 Euro beziffert. Aktuellere Zahlen liegen noch nicht vor. Davon würden 70 Prozent aus einem speziellen Förderprogramm des Landes finanziert. Den restlichen Betrag würden die beiden Kommunen entsprechend der Länge ihres jeweiligen Teilstücks übernehmen. Etwa 1,9 Kilometer befinden sich auf Uelzener, die übrigen 1,4 Kilometer auf Wrestedter Gebiet. Probleme bei der Finanzierung des Wrestedter Anteils sieht Benecke nicht. „Das könnte aus unserer Rücklage erfolgen, die zurzeit etwa 700 000 Euro beträgt“, schlägt er vor.

Voller Vorfreude auf den Radweg ist Wrestedts Gemeindebürgermeister Hermann Wegner (CDU). „Wir sind der Uelzener Politik dankbar, dass sie sich neu besonnen hat“, sagt er. Damit gehe mehr als nur ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. „Wir sehen einfach die Notwendigkeit für diesen Radweg.“ Auch Gemeinderatsmitglied Peter Ramünke (SPD) aus Lehmke betont: „Dass der Radweg gebaut werden soll, ist uneingeschränkt zu begrüßen.“

Von Bernd Schossadowski

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