Prozess: 31-Jähriger muss 900 Euro Geldstrafe zahlen

Die Stirnlampe verriet den Einbrecher

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Der Angeklagte wurde mit einem Gefängnistransport zum Amtsgericht gebracht. Gegen ihn war Haftbefehl erlassen worden, nachdem er zu einem ersten Prozesstermin nicht erschienen war.

dn Uelzen/Westerweyhe. Er kam in der Nacht, wollte aus dem Kiosk an der Hugo-Steinfeldstraße in Westerweyhe Geld rauben – als er schon die Alarmanlage außer Gefecht gesetzt hatte, beobachtete ihn ein Zeuge beim Aufbohren des Kioskschlosses und er flüchtete.

Nun, zwei Jahre nach der Tat, hat das Amtsgericht Uelzen Alexander M. zu einer Geldstrafe verurteilt. Der heute 31 Jahre alte Täter muss 90 Tagessätze zu je 10 Euro zahlen.

DNA-Spuren an einer zurückgelassenen Stirnlampe, die Alexander M. beim Einbruch nutzte, führten die Ermittler zu dem Täter. Die Staatsanwaltschaft erhob Anklage, wegen versuchten Diebstahls in einem besonders schweren Fall sollte er sich bereits vor dem Prozess in dieser Woche vor Gericht verantworten. Zur Hauptverhandlung erschien er aber nicht. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen und zum zweiten Prozesstermin reiste er aus dem Gefängnis an.

Der Angeklagte zeigte sich vor Richter Thore Larssen geständig: „Ja, ich war es halt gewesen.“ Er habe gehofft, das Bargeld aus dem Kiosk entwenden zu können. Doch dann habe er fliehen müssen und so seien verschiedene Gegenstände am Tatort zurückgeblieben. Auch die Stirnlampe, an der seine DNA gesichert wurde.

Das umfassende Geständnis hielt ihm Larssen bei der Urteilsfindung zugute. Auch die Tatsache, dass es sich bei im Bundeszentralregister des Angeklagten bereits vermerkte Vorstrafen nur in einem Fall um einen Einbruch gehandelt habe, sei zu würdigen gewesen. Für die Zukunft beschied der Richter ihm eine positive Prognose: Es gebe Hoffnung auf eine künftige Straffreiheit. „Es ist aber auch die letzte Möglichkeit auf eine Geldstrafe gewesen“, so Larssen.

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