Stille Wasser sind mief

Öffentliche Gebäude – wie hier das Waschbecken in der Toilette des Bahnhofs – gelten als sensible Bereiche. Foto: Wendlandt

Uelzen. Zu viel Stillstand in Wasserleitungen öffentlicher Gebäude, Bakterien und Keime in jeder zweiten Probe, die Durchfall und Lungenerkrankungen verursachen können – das Ergebnis des bundesweiten Trinkwassertests durch den TÜV Rheinland hat bei Verbrauchern für viel Unsicherheit gesorgt.

Auch im Kreis Uelzen nimmt man die Resultate ernst, vielerorts wurden die internen Kontrollabläufe in Sachen Trinkwasser nochmals überfragt.

Das Problem ist dabei nicht die Trinkwasserqualität an sich, sondern der Umstand, dass durch stehendes oder nur langsam fließendes Wasser, sowie mangelnde Hygiene etwa bei schlecht gereinigten Wasserhähnen sich Keime rasch vermehren können.

Die Stadtwerke Uelzen als auch der Wasserversorgungszweckverband des Landkreises Uelzen arbeiten deshalb bei der Beprobung von Trinkwasser eng mit dem Gesundheitsamt zusammen, um die Qualität im Wassernetz konstant hoch zu halten. „Zwar haben wir als Wasserversorger kaum einen Einfluss auf die Wasserleitungen in Gebäuden, doch um auch die Qualität des Wassers beim Kunden zu ermitteln, nehmen wir freiwillig zusätzlich Wasseruntersuchungen in privaten und öffentlichen Gebäuden in den Kundenanlagen vor“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Inga Busch: „Dies tun wir, um das Gesundheitsamt zu unterstützen.“ In den letzten beiden Jahren seien dabei keine Grenz- oder Richtwertüberschreitungen gemessen worden, so Busch.

Priorität hat das Thema Wasser auch bei der Stadt Uelzen, die dabei vor allem länger still stehende Anlagen, etwa in Schulen und Turnhallen in den Sommerferien, im Visier hat. Und im Klinikum Uelzen gibt es ein umfassendes Konzept, um die ohnehin zumeist schon geschwächten Patienten nicht durch übermäßige Keimzahl zusätzlich zu belasten. Seite 3

Von Thomas Mitzlaff

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