Stadt erhofft sich von Übertragung an Dritte besseren Zustand der Säulen

Die Stelen werden „privatisiert“

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Eine von 17 Stelen: Auch sie ist im Laufe der Jahre beschmiert und beklebt worden. Mit der Übertragung der Säulen erhofft sich die Stadt einen positiven Effekt auf deren Erscheinungsbild.

Uelzen. In einem besonders ansehnlichen Zustand sind sie nicht gerade, die meisten der 17 roten Stelen, die vom Bahnhof abwärts bis in die Innenstadt aufgestellt sind. Zum Teil beschmiert und auch wild beklebt.

Jetzt sollen sich Initiativen und Verbände um die Stelen kümmern. Von den 17 Säulen hat die Stadt 13 an Institutionen vergeben können, die die mannshohen Metallstelen nutzen, sie aber auch in Schuss halten beziehungsweise wieder herrichten müssen. Ein entsprechender Auftrag zur Säuberung und Herrichtung sei von den neuen Nutzern bereits an eine Firma rausgegangen. Das teilte jetzt Erster Stadtrat Dr. Florian Ebeling im Ausschuss für Sport und Kultur mit.

Dr. Florian Ebeling

Künftige „Pächter“ werden beispielsweise das Herzog-Ernst-Gymnasium, die Kreisvolkshochschule oder das Neue Schauspielhaus Uelzen sein, wie Ebeling berichtete. 2001 waren die 17 Stelen aufgestellt worden. Die größte von ihnen steht am Anfang der Bahnhofszufahrt und weist Besuchern den Weg in die Stadt. Durch 16 weitere Exemplare sollen Gäste dann durch die Innenstadt bis zum Theater an der Ilmenau geführt werden, in den Schaukästen gibt es Informationen und Veranstaltungsankündigungen – das war Teil eines Gesamtkonzeptes, das Studenten entwickelt hatten und das von der Stadt Uelzen damals nur teilweise umgesetzt worden war.

Im Laufe der Jahre gerieten die Säulen immer mehr zu Projektionsflächen von Schmierern. Citymanager Joachim Lotz hatte vor Monaten den Zustand der Stelen beklagt und sich für ein Verschrotten stark gemacht. Eine von der Stadt eingesetzte Arbeitsgruppe war zu dem Ergebnis gekommen, wo die Stelen direkt von Nutzern nebenan bestückt werden – so vor dem Kino Central-Theater – seien sie in einem ansehnlichen Zustand, weil sie von Privaten gepflegt werden. Diesen positiven Effekt erhofft man sich seitens der Stadt nun auch durch die Übertragung an Dritte. Bisher standen nur 1000 Euro für die Reinigung der Säulen im städtischen Haushalt zur Verfügung.

Drei Stelen seien jetzt noch in der Obhut der Stadt, so Ebeling im Ausschuss. Auch die sollen an den Mann gebracht werden. „Falls wir allerdings niemanden finden, werden wir die Stelen entfernen“, kündigte der Erste Stadtrat an. Die Stadt werde nun Aufkleber herstellen lassen, auf denen zu entnehmen sein wird, wer der jeweilige Nutzer der Stele ist. Pro Säule und Hinweis rechnet Florian Ebeling mit Kosten von rund 60 Euro.

Von Jens Schopp

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