Telefonanschluss läuft wieder / Jetzt werden Schäden des Unternehmers ermittelt

Steinmetz will Ersatz von Telekom

+
Symbolfoto

kah Uelzen. . Der Telefonanschluss des Uelzener Steinmetzes Jörg Bielig steht wieder – nach einer Woche toter Leitung. Eine einstweilige Verfügung des Amtsgerichtes Uelzen war vorangegangen. Nun zieht der Unternehmer Bilanz über mögliche Schäden in seiner Firma.

Der Anschluss des Unternehmens war stillgelegt worden, nachdem bei Bielig ein neuer Telefon-Tarif eingerichtet worden war. Den hatte er aber gar nicht gewollt, erklärte er (die AZ berichtete). Um wieder zum ursprünglichen Vertrag zurückzukehren, wurde der Anschluss zunächst gekappt.

Lesen Sie auch: Telekom wortkarg - Telefon stumm

Ebenfalls zu dem Thema: Uelzener Steinmetz streitet mit Telekom

Acht bis zehn Tage würde das dauern. Für den Unternehmer, der Imageverlust und verärgerte Kunden befürchtete, untragbar – er ging zum Anwalt, der erwirkte die einstweilige Verfügung, dass der Anschluss 24 Stunden nach Eingang bei der Telekom wiederhergestellt werden müsse. Nach Festlegung der Verfügung am Donnerstag vergingen bis zur Freischaltung vier Tage: Gestern um 8.15 Uhr hat der zuständige Gerichtsvollzieher die Verfügung abgegeben, so Bieligs Anwalt Marco Wrede. Zwei Stunden später lief die Leitung wieder. Wrede hatte die Verfügung bereits am Donnerstag vorab per Fax geschickt.

Jörg Bielig

Dass das so lange gedauert hat, dafür hat Bielig kein Verständnis. Jetzt wird der bei Bielig durch die Nichterreichbarkeit entstandene Schaden ermittelt und gegenüber der Telekom geltend gemacht, informiert Wrede. Bielig: „Das war es auf jeden Fall wert. Man muss diesen großen Firmen mal zeigen, dass so etwas nicht geht.“ Als Schaden zählt er Handykosten, Anzeigenkosten zur Information der Kunden sowie den möglichen Verlust von Aufträgen und Image. Die Telekom wollte sich gestern auf Anfrage nicht zu dem Vorfall äußern.

Kommentare