„Stein vom Herzen gefallen“

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Seitdem sämtliche Asylbewerber in der Samtgemeinde Bevensen in die Einrichtung in Tätendorf-Eppensen einziehen, hat die alte Himberger Schule ihre bisherige Nutzung verloren. Allein der Jugendtreff ist dort noch beheimatet und darf auch noch für ein Jahr bleiben. Jetzt wird das Gebäude an den Bezirksschornsteinfeger verkauft.

Bad Bevensen. „Wir sind sehr froh, dass wir nach einer langwierigen Suche endlich einen Käufer gefunden haben.“ Dem Ersten Samtgemeinderat Hans-Jürgen Kammer war die Erleichterung anzumerken, hatte die ungewisse Zukunft der alten Schule in Himbergen so manchem graue Haare wachsen lassen; sogar Abrisskosten waren für den diesjährigen haushalt bereits eingeplant. Doch jetzt ist eine Lösung für das Gebäude gefunden: Die Mitglieder des Bevenser Samtgemeinderates stimmten am Donnerstagabend einmütig dem Verkauf des Gebäudes an den Bezirksschornsteinfeger Gerhard-Friedrich Schmidt zu. Von Ines Bräutigam

Waren die Räume der alten Schule in Himbergen bisher Domizil für Asylbewerber, haben dort heute nur noch die Jugendlichen ihren Jugendtreff. Der darf auch noch ein weiteres Jahr dort bleiben, so hat es der Käufer der Samtgemeinde angeboten. 28 000 Euro zahlt Schmidt für die alte Himberger Schule, die er für seinen Sohn Marvin haben und dort unter anderem Lager und Ausstellungsräume einrichten möchte (die AZ berichtete). „Uns ist wirklich ein Stein vom Herzen gefallen“, fasste Kammer die Situation zusammen, die letztendlich für alle Seiten eine gute Lösung sei. Schließlich sei das Gebäude auch für die Gemeinde Himbergen prägend.

Was mit dem Jugendtreff nach Ablauf eines Jahres geschieht, ist derweil zurzeit noch ungewiss. Einen alternativen Standort gibt es noch nicht. „Es wäre ja theoretisch auch denkbar“, wagt Himbergens Bürgermeister Günter Täck eine leise Hoffnung, „dass der Jugendtreff dort auch weiterhin bleiben kann.“

Doch erst einmal müsse man abwarten, wie der Ausbau für die neue Nutzung überhaupt ablaufe und „nichts überstürzen“, appelliert Täck. „Im Laufe des nächsten Jahres werden wir dann mehr wissen.“

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