32 Teams bei24-Stunden-Rollerennen: Sieger aus Melzingen

Staubschlacht unter Windrädern

+
Auf die Plätze, fertig, los: Die Frauen vom Team „Tortentaxi“ hatten ihren Spaß beim Rennen und wurden als bestes Team geehrt.

Hanstedt II. Schon von Weitem waren die Staubfahnen unter den Windrädern zwischen Hanstedt II und Mehre zu sehen und ließen den Ort des Geschehens erahnen: 24 Stunden lang, von 18 Uhr am Freitag bis Sonnabend um 18 Uhr, waren Mofa-Roller dort unterwegs.

Die gut gekennzeichnete Strecke führte auf den großen Parkplatz, der auch Fahrerlager und Reparaturwerkstatt war. Alle 32 teilnehmenden Teams hatten sich mit Zelten und großen Planen gut gegen den scharfen Ostwind gerüstet, der den trockenen Sand fliegen ließ. Alles und jeder wurde hier gleichmäßig eingepudert. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch; alle, auch die Kleinsten waren mit Feuereifer bei der Sache. Immerhin drei Frauenteams traten an den Start. Nur das Team „M(utige) M(ädels) Fabelhaft“ mit sechs Fahrerinnen zwischen gut 20 und über 60 Jahren musste nach großem Motorschaden, der auch nach aufwendiger Reparatur nur nicht gänzlich zu beheben war, aufgeben. Die anderen beiden Frauenteams schlugen sich großartig. Das Team „Tortentaxi“ wurde sogar von allen Fahrern als bestes Team ausgewählt und erhielt eine Ehrenurkunde. „Tortentaxi“ war mit sieben Mädchen zwischen 16 und Mitte 40 angetreten, die nicht alle Fahrerfahrung hatten. Aber nach zwei Runden hat man sich eingefahren und keine Angst mehr, wurde glaubhaft versichert. Kontinuierlich erfuhren sie sich den 17. Platz.

Die Sieger waren, wie erwartet, die Fahrer von „FMS Melzingen“. Nur wenige Runden trennten sie jedoch von den Verfolgern der Teams „Beta Racing Westerweyhe“, „Paranoids“ und „Kolbenfresser“, die zwischendurch schon die Führung übernommen hatten. Moderator Axel Worthmann lobte bei der Siegerehrung alle für die Fairness, mit der unter staubigsten Bedingungen gekämpft worden war. Großer Dank ging ebenfalls an die Sponsoren sowie Feuerwehr, THW und Johanniter, die außer Schürfwunden und Blasen nichts weiter behandeln mussten.

Die schnellste Runde während der Gesamtzeit fuhr Nico Butenschön vom Team FMS mit 2:24 Minuten. Während der dunklen Nachtstunden wurden nur Runden mit gut drei Minuten gefahren, weil das Licht doch nicht jede Kurve der langen Strecke erreichte. Gelobt wurden von allen Teilnehmern aber die gute Organisation und Verpflegung, ohne die ein Durchhalten gar nicht möglich geworden wäre.

Die Beanspruchung an die Fahrer ist durch die unebene Strecke so groß, dass manch einer seine Arme nach dem Wechsel erst ganz langsam wieder in Bewegung bringen musste. Doch alle freuen sich auf das nächste Rennen, das hoffentlich wieder bei so tollem Wetter im nächsten Jahr durchgeführt werden kann.

Von Monika Buhr

Die Bilder vom Rennen

24-Stunden Rollerrennen in Hanstedt II

Kommentare