Innenstadtsee: Stadt lässt Umweltgutachten erstellen

Startschuss für Machbarkeitsstudie

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Die Uelzener Innenstadt der Zukunft? Die Grafik veranschaulicht die Idee „Innenstadtsee“.

Uelzen. Mit Bürgermeister Jürgen Markwardt kann das Großprojekt Ilmenaustadt Uelzen/Innenstadtsee weiter auf einen Unterstützer setzen. Bei einem Pressegespräch im Rathaus bekräftigte Markwardt gestern: „Ich unterstütze das Projekt weiter. Ich finde es sehr gut.“

Zum aktuellen Gesprächsthema wurde das Projekt durch einen Beschluss des Verwaltungsausschusses am Montag. Dieser Ausschuss hatte beschlossen, dass eine Umwelt-studie in Auftrag gegeben wird.

Maßgeblich für die Bewertung des Projektes hinsichtlich der Aspekte des Umweltschutzes seien, so Markwardt, die Fauna-Flora-Habitat-Richtilinie (FFH), eine Naturschutzrichtlinie der Europäischen Union, und außerdem die an die FFH anschließende Richtlinie Natura 2000. Dabei handele es sich um „hochwertigen Naturschutz“. Ziel der Richtlinien ist es, wildlebende Arten, deren Lebensräume und die europaweite Vernetzung dieser Räume zu schützen beziehungsweise zu gewährleisten.

Konkret würden in Uelzen im Rahmen der Studie über mindestens ein Jahr Untersuchungen durchgeführt, so Markwardt weiter. Wasserlauf, Wasserstand und Fließgeschwindigkeit der Ilmenau würden analysiert. Als Untere Naturschutzbehörde stehe der Landkreis der Stadt helfend zur Seite, betonte Markwardt. Parallel zum Gutachten der Stadt gebe der Verein Ilmenaustadt Uelzen eine Verkehrsstudie in Auftrag, ergänzte der Bürgermeister. Somit seien die beiden zentralen Aspekte der Machbarkeitsstudie angestoßen.

Die Kosten für die Umwelt-Studie bezifferte Markwardt mit 55 000 Euro. Das Geld würde den Stadthaushalt nicht belasten, da es aus der Sparkassengewinnabführung komme. Dieses Geld müsse gemeinnützig eingesetzt werden, also beispielsweise für kulturelle oder soziale Projekte. Markwardt: „Wir halten das Ilmenau-See-Projekt für den richtigen Zweck.“

Von Steffen Kahl

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