Kein Geld für A 39? Landesbehörde plant ganz normal weiter

Standort wird geprüft

Proteste: Vor der Bienenbütteler Ilmenauhalle machten die Landwirte ihrem Ärger schon im Vorfeld Luft. Foto: Nolting

Bienenbüttel. Informationen aus erster Hand wollten die Zuhörer am Dienstagabend in der Bienenbütteler Ilmenauhalle bekommen, doch was dort rund um die geplante A 39 berichtet wurde, war für die meisten Zuhörer nicht neu.

Dirk Möller von der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hatte sein Experten-Team dabei und informierte sehr sachlich über den aktuellen Planungsstand der Autobahn und auch der Tank- und Rastanlage im Bereich Hohnstorf. „Ob für die A 39 kein Geld zur Verfügung steht, kann ich ihnen nicht beantworten“, sagte Möller auf die Frage nach den aktuellen Entwicklungen auf Bundesebene. „Wir planen ganz normal weiter“, so der Leiter der Landesbehörde.

Ein erstes Raunen ging durch den Saal, als Möller verlauten ließ, dass der Autobahn-Verkehr nach Fertigstelluung des zweiten Abschnittes von Lüneburg nach Bad Bevensen wohl durch die Kurstadt geleitet werden müsse. Nichts richtig Neues gab es in Sachen Rastanlage Hohnstorf. Das vorgestellte Konzept stammte aus dem Dezember 2010. Einziger Lichtblick für die Hohnstorfer: Die Zusage der Landesbehörde zu prüfen, ob die Anlage nicht auch zwischen Riestedt und Rätzlingen gebaut werden könne und ob auf dem 100 Kilometer langen Autobahnstück einer der beiden vorgesehenen Rasthöfe verzichtbar sei.

Die ersten Emotionen brandeten auf, als die Landwirte, die von dem Bau der Tank- und Rastanlage betroffen sind, ihrem Ärger Luft verschafften. „Mich hat keiner gefragt, ob ich in meiner Existenz gefährdet bin“ sagte ein aufgebrachter Gerhard Wulf, Landwirt aus Hohnstorf. Damit reagierte er auf eine Aussage von Projektleiterin Annette Padberg, die von einer Erhebung bei den Landwirten sprach. Das Rastanlagenkonzept für die Abschnitte eins bis sieben soll laut Dirk Möller bis zum Jahresende stehen. Dann wissen hoffentlich auch die Hohnstorfer, wo die Reise hingehen wird und ob sie eine Tank- und Rastanlage vor die Haustür bekommen. Seite 6

Von Jörn Nolting

Kommentare