Stadt Uelzen präsentiert Ideen für Umgestaltung des Schnellenmarktes

Stärkere Beteiligung der Eigner

Uelzen. In die Uelzener Innenstadt kommt in den nächsten Monaten viel Bewegung.

Wenn erst das Modehaus C&A an der Gudesstraße, der neue Gebäudekomplex an der Schuhstraße und das Marktcenter am Veerßer Tor gebaut werden, finden sich auch Interessenten für die restlichen Leerstände, hoffen die Mitglieder des Wirtschaftsförderungsausschusses. Zugleich müsse weiterhin an der Umgestaltung des Schnellenmarktes gearbeitet werden, so die einhellige Meinung auf der Sitzung des Ausschusses. Wie ein erster Vorschlag zur Aufwertung des Viertels aussieht und inwieweit sich Anlieger an der Umsetzung beteiligen können, wird die Stadt in einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Montag, 25. Juni, um 18. 30 Uhr im DRK-Mehrgenerationenzentrum Uelzen, Ripdorfer Straße 21, vorstellen.

Nach der Reinigung des Brunnens und Verschönerung der Sitzgelegenheiten sollen am Schnellenmarkt Malven angepflanzt werden. Als Nächstes strebt die Stadt Veränderungen in größerem Maße an. Damit das Quartier auch langfristig gestärkt werden kann, ist eine Zusammenarbeit mit den privaten Hauseigentümern notwendig, kündigte Citymanager Joachim Lotz an. Darüber müsse mit rund 45 Eigentümern gesprochen werden. Da für viele Einzelhändler die historischen Gebäude zu kleinteilig gebaut seien, um dort Lager vorhalten zu können, wurde im Ausschuss vorgeschlagen, beispielsweise Wände zu durchbrechen und somit zwei Häuser miteinander zu verbinden – vorausgesetzt, dass die benachbarten Hausbesitzer zusammenarbeiten.

Die Firma CIMA aus Lübeck hatte im vergangenen Jahr Uelzener Bürger nach deren Ideen für den Schnellenmarkt befragt. Daraufhin wurde nun ein Profilvorschlag von der Initiativgruppe „Wohnprojekt Uelzen“ erarbeitet, zu der Anlieger, die Stadt, der Citymanager, der Eigentümerverein „Haus & Grund“ sowie die CIMA gehören. Die Maßnahmen betreffen Bereiche wie „zentrales Wohnen“, „individuelle Einkaufsmöglichkeiten“, „Geschichte und Einzigartigkeit des Viertels“ und „attraktive Gastronomie in Verbindung mit Kulturangeboten“. Über den Vorschlag soll am 25. Juni gemeinsam entschieden und dann die Ideen umgesetzt werden. „Hierbei kann jeder mit anpacken, denn die enge Zusammenarbeit und ein gemeinsames Handeln von Stadt, Bewohnern, Eigentümern und Gewerbetreibenden des Viertels ist die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Entwicklung des Projektes“, sagt Michael Kopske, Projektverantwortlicher der Stadt Uelzen, auf AZ-Nachfrage. Die Initiativgruppe sehe das Viertel auf Grund der attraktiven Lage als „idealen Standort für ein generationenübergreifendes Wohnprojekt“. Seite 3

Von Diane Baatani

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