3,5 Cent mehr ab 2013 bei drei Tarifen / Erneuerbare Energien als Begründung

Stadtwerke erhöhen Strompreis

Etwa zehn Euro pro Monat, also 120 Euro im Jahr, wird ein Durchschnittshaushalt mehr zahlen müssen. Foto: dpa

Uelzen. Der Strompreis der Stadtwerke „mycity“ steigt ab Januar 2013 um 3,5 Cent pro Kilowattstunde. Das hat das Unternehmen jetzt bekanntgegeben. Als Grund nennt mycity erhöhte Abgaben an den Staat.

Nur ein gutes Drittel des Preises werden für die Stadtwerke genutzt, so das Unternehmen. Grafik: Stadtwerke

Der Löwenanteil der Erhöhung gehe auf höhere Beiträge wegen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zurück. Außerdem kommt eine neue Haftungsumlage in Höhe von 0,25 Cent/kWh für die Gewinnung von Offshore-Strom hinzu. Ein weiterer großer Posten resultiert aus einem Ausbau der Netze. Der Anteil des in Deutschland erzeugten Stroms steigt beständig. „Eine Entwicklung, die insbesondere vor dem Hintergrund von Katastrophen wie Fukushima oder mangelhafter Stresstestergebnisse deutscher Atommeiler eigentlich sehr erfreulich ist“, heißt es dazu von dem Energieversorger, „wäre da nicht die Erhöhung der staatlichen Umlagen.“ Die zuzüglichen Abgaben an den Staat durch die erneuerbaren Energien sorge dafür, dass alle Verbraucher die Kosten mittrügen.

Die Erhöhung betrifft drei Stadtwerke-Tarife: „Mycity fiff“ steigt von 29,5 auf 33 ct/kWh; „mycity fix“ von 24,2 auf 27,7 ct/kWh (plus Grundgebühr); „mycity basis“ von 24,7 auf 28,2 ct/kWh (plus Grundgebühr).

„Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden“, so rechnen die Stadtwerke an einem Beispiel vor, „bedeuten die erhöhten staatlichen Umlagen sowie die Kosten des Netzausbaus monatliche Mehrkosten von ungefähr zehn Euro.“ Diese Steigerung könne man nicht beeinflussen, erklärt Markus Schümann, Geschäftsführer der Stadtwerke.

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Von Kai Hasse

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