Bauprojekt der Wohnungsbaugenossenschaft Uelzen: 13 neue Wohnungen sollen entstehen

Stadtvillen an Niendorfer Straße

Wo bislang die "Alte Herberge" an der Niendorfer Straße, unweit des Wichern-Hauses stand, sollen nun drei Stadtvillen mit insgesamt 13 neuen Wohnungen errichtet werden. Bauherr wird die Wohnungsbaugenossenschaft sein. F: Reuter

Uelzen. Alle rund 1000 Wohnungen sind vermietet, die Wartelisten zudem lang. Aus diesem Grund will die Wohnungsbaugenossenschaft Uelzen an der Niendorfer Straße drei sogenannte Stadtvillen errichten. Dreizehn neue Wohnungen sollen so entstehen.

Das kündigte gestern Wolfgang Niebuhr vom Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft im AZ-Gespräch an.

Für den Bau der drei Häuser habe die Genossenschaft Ende vergangenen Jahres das Grundstück direkt an der Niendorfer Straße erwerben können, auf dem bislang die „Alte Herberge“ stand, sagte Niebuhr. Der Eigentümer habe sich wegen des Verkaufs auch an die WoBau gewandt, weil ihr angrenzende Flächen bereits gehörten. „Eine erste Idee, die ,Alte Herberge‘ noch mit einzubinden, wurde verworfen, nachdem die Kosten für eine Sanierung ermittelt worden waren“, so Niebuhr.

Mit dem Abriss und den bereits der WoBau gehörenden Flächen entstand der Platz für das Projekt der drei Stadtvillen. Gebaut werden soll in drei Abschnitten. „Wenn es gut läuft, kann bereits mit dem Bau des ersten Hauses im Juli begonnen werden“, schilderte Niebuhr. In dem Gebäude sollen zwei 2-Zimmer-, zwei 3-Zimmer- sowie eine Dachgeschoss-Wohnung mit Terrasse Platz finden (siehe Foto). „Ein Aufzug wird auch installiert, damit wir als Vermieter alle Altersgruppen ansprechen“, so Niebuhr. Angesichts des demografischen Wandels sei klar, wohin die Reise gehe. Darauf müsse man reagieren. Ebenso wie auf die Energiekosten, deshalb sei geplant, auf dem wenig geneigten Dach Sonnenkollektoren anzubringen.

Abhängig von der Nachfrage – erste Interessenten gibt es für die Wohnungen schon – will die Wohnungsbaugenossenschaft auch zügig mit dem Bau des zweiten und dritten Hauses beginnen. Die zweite Stadtvilla soll baugleich wie das erste neue Haus errichtet werden, damit auch fünf Wohnungen umfassen. Das dritte Gebäude, das direkt an der Straße entsteht und damit etwas kleiner wird, soll noch drei Wohneinheiten umfassen. Wie Niebuhr erklärte, sei man, was die Planung betrifft, jedoch noch flexibel. „Wenn es vor allem Nachfragen zu 2-Zimmer-Wohnungen gibt, können wir darauf noch reagieren und noch einmal die Pläne überarbeiten“, so das Vorstandsmitglied der WoBau.

Was die Kosten des Projektes an der Niendorfer Straße, unweit des Wichern-Hauses, betrifft, hielt sich Niebuhr bedeckt. Der Bau könne zu ortsüblichen Konditionen gestemmt werden, sagte er lediglich. Bei den Mieten werde man Sätze veranschlagen, die ortsüblich für Neubauten genommen werden. Die AZ hatte jüngst berichtet, dass diese sich auf 6,50 Euro belaufen. Ein Quadratmeterpreis als Kaltmieter, den Wolfgang Niebuhr für realistisch hält. Ein Verkauf der neuen Wohnungen sei nicht geplant, betonte er abschließend.

Von Norman Reuter

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