„Treff am Kö“ will verstärkt Flüchtlinge einbeziehen

Stadtteilzentrum mit neuer Aufgabe

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Auf dem Gelände des „Treffs am Kö“ wurde gestern der dritte Geburtstag der Einrichtung gefeiert. Neben dem Glücksrad für Kinder gab es auch einen kleinen Flohmarkt und Programm.

Uelzen. Drei Jahre „Treff am Kö“, das sind drei Jahre Quartiersmanagement und Nachbarschaftshilfe. Jetzt leben rund 100 neue Nachbarn wenige Dutzend Meter vom Treff entfernt. In der Turnhalle der ehemaligen Pestalozzischule sind seit Mittwoch Flüchtlinge untergebracht.

„Auf die Menschen werden wir sicher zugehen“, sagt Cornelia Häcker. Sie ist seit Mitte des Jahres Quartiermanagerin und Leiterin des „Treffs am Kö“, der von den Johannitern und der Gesellschaft für Wohnungsbau Kreis Uelzen (GWK) getragen wird. Gestern hatten GWK und Johanniter zur Geburtstagsfeier rund um das Haus geladen.

Die Seniorengruppe „Die Herbstzeitlosen“ stimmte im Zelt bei Kaffee und Kuchen Lieder an.

In der nächsten Zeit werde sich in der Arbeit des Stadtteilzentrums wohl einiges ändern, ist Häcker überzeugt. „Von der Entwicklung im Quartier sind wir auch überrascht worden“, sagt die Johanniter-Mitarbeiterin. Sie wolle sich schnell mit Yüksel Tuac abstimmen, wie die Flüchtlinge in die Angebote des „Kö“ einbezogen werden können. Tuac bietet seit drei Jahren einmal im Monat einen Treff der Kulturen im „Kö“ an. Daneben öffnet das „Café International“ an jedem ersten und dritten Mittwochmorgen im Monat.

In seiner kurzen Ansprache sagte Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt, dass sich das Innenstadt-Viertel „Am Königsberg“ seit der Existenz des „Kö“ von einem Problemquartier zu einem ganz normalen Wohnviertel in der Stadt Uelzen verwandelt habe. Man stehe nun vor neuen Herausforderungen, sagte er mit Blick auf die Flüchtlinge. „Auch diese Menschen brauchen Hilfe.“ Jetzt sei die Nagelprobe, wie groß Willkommenskultur in Uelzen geschrieben werde.

Von Jens Schopp

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