Stadtratsgruppe von CDU, Grünen und UWG fordert Stadt Uelzen zum Handeln auf

Ein Konzept für Zweiradfahrer

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Sicher und geordnet auf zwei Rädern unterwegs: CDU, Grüne und UWG in der Stadt Uelzen fordern ein Fahrradkonzept.

ib Uelzen. Unfälle mit Fahrradfahrern beschäftigen die Polizei immer mehr, böse Zungen behaupten, in Uelzen herrsche gar eine „Radfahrer-Anarchie“ – ein Fahrradkonzept für die Uhlenköperstadt könnte möglicherweise Abhilfe schaffen.

Die CDU/Grünen/UWG-Gruppe jedenfalls hat die Verwaltung der Stadt Uelzen jetzt aufgefordert, der Erstellung eines Radverkehrskonzeptes voranzutreiben.

„Die Grünen-Fraktion hatte bereits im Jahre 2009 beantragt, Einzelmaßnahmen zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs im Rahmen der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes durchzuführen“, erläutert Gruppensprecher Stefan Hüdepohl. „Bis zum heutigen Tage ist keinerlei Fortschritt zu erkennen.“ Insbesondere durch die letzten Verkehrsmaßnahmen in der Stadt Uelzen müsse jetzt auch der Radverkehr bewertet und optimiert werden, ergänzt Grünen-Fraktionschefin Ariane Schmäschke. „In der Verwaltung scheint der Antrag nicht mehr auf der Agenda zu stehen.“

Die Gruppe aus CDU, Grünen und UWG will nun also den aktuellen Sachstand in Erfahrung bringen fordert eindringlich die Abarbeitung ein, ergänzt CDU- und Gruppenvorsitzender Stefan Hüdepohl. Insbesondere die Umsetzung von Maßnahmen der letzten StVO-Novellen und die Beseitigung bestehender Radverkehrsbehinderungen wurden von den Antragstellern angemahnt.

„Bei der Erarbeitung der Verbesserungsvorschläge müssen die Bürger mit einbezogen werden“, finden Hüdepohl und Schmäschke, „denn sie sind es, die täglich die Klippen des Fahrradverkehrs meistern müssen.“ Eine fahrradfreundliche Stadt Uelzen lade die Menschen ein, ohne Pkw in die Stadt zu kommen oder Besorgungen zu erledigen. Nebenbei fördere die Benutzung des Rades die Gesundheit und steigere die Lebensqualität, da weniger Lärm und Abgase produziert würden.

Der Antrag der Grünen von 2009 sah insgesamt fünf Maßnahmen vor, unter anderem die Installation eines Fahrradbeauftragten oder die Erhöhung des Fußgänger- und Fahrradverkehrs mit Marketingmaßnahmen. UWG-Ratsherr Joachim Delekat ist ganz konkret die Enge an der Esterholzer Straße ein Dorn im Auge. „Wenn man dort als Radfahrer überholt wird, wird es brenzlig.“

„Die Forderungen sind nach wie vor aktuell und müssen angegangen werden“, ist man in der Ratsgruppe überzeugt, „denn insbesondere der Innenstadt mit ihren historischen Marktstraßen täte ein Mehr an Fahrradverkehr gut.“ Dies könne nur erreicht werden, wenn die Wege sicher seien und das Unfallrisiko minimiert werde. Dazu sollen das Konzept und seine Maßnahmen beitragen, meint die Gruppe, die in ihren Reihen einige fleißige Radfahrer weiß.

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