Jugendantifa mit Demonstration, Transparenten und lauter Musik

Stadthalle Uelzen: Proteste bei AfD-Termin

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Transparente, Sprechchöre, Redebeiträge und laute Musik. Rund 30 Uelzener wollten die AfD-Bürgersprechstunde gestern nicht ohne Gegenwehr geschehen lassen. Veranstaltung und der Protest gegen sie verliefen nach einer ersten Einschätzung der Polizei ruhig.

Uelzen. Gestern Abend hielt die Alternative für Deutschland (AfD) in der Uelzener Stadthalle eine Bürgersprechstunde ab. Eine Massenbewegung löste der Termin anderthalb Wochen vor der niedersächsischen Kommunalwahl aber nicht aus.

Nur 14 interessierte Zuhörer konnten Armin Paul Hampel und seine Mitstreiter von der Kreistagsliste der AfD anlocken.

Auch der angekündigte Protest der Antifaschistischen Aktion gegen die Veranstaltung hielt sich in Grenzen. Rund 30 Gegner der AfD hielten vor der Stadthalle Transparente in die Luft, skandierten Sprechchöre, spielten laute Musik ab und rückten die AfD in Redebeiträgen in die Nähe von Nationalismus und Rassismus.

In der Stadthalle erklärte Hampel, der nicht nur auf dem Listenplatz eins der Partei für den Kreistag kandidiert, sondern auch in deren Bundesvorstand ist, die Partei-Strategie auf kommunaler Ebene. Zunächst könne die AfD aufgrund ihrer geringen Größe nur den Einzug in die Kreisparlamente anstreben, bei der nächsten Kommunalwahl würden dann auch die Gemeinde und Samtgemeinderäte angesteuert, so Hampel. Auf Bundesebene, so Hampel weiter, bleibe die Währungspolitik neben der Flüchtlingspolitik das große Thema der AfD.

Im Gespräch mit den Besuchern, war letzteres eindeutig das zündendere Thema. Der Sorge einer Besucherin vor der „Ideologie Islam“ entgegnete Paul, dass die geltenden Gesetze konsequenter angewendet werden müssten.

Auf lokaler Ebene wolle er mit der AfD in den Kreistag einziehen und gute Arbeit machen. Konkrete Ideen nannten Paul und Mitstreiter kaum. Ein kostenloses Busangebot für über 65-Jährige wurde in den Raum gestellt und die geplanten Ausgaben für einen Kreishausneubau kritisiert.

Von Steffen Kahl

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