Der Stadtgarten im Wandel

Stetiger Wechsel im Stadtgarten: Nur ein Pächter bleibt seit 2007.

Uelzen - Von Thomas Mitzlaff. Mit großen Erwartungen, einem hochwertigen Café, einer „Bar der Welten“, einem asiatischen Fastfood-Geschäft und einer Sandwich-Kette war der „neue Stadtgarten“ im Herzens Uelzens im Frühjahr 2007 an den Start gegangen.

Dreieinhalb Jahre später sind die Sandwich-Macher längst verschwunden, die Bar gibt es nicht mehr, lediglich der Asiate und das Café haben durchgehalten – doch am Jahresende gibt auch der Pächter des Cafés im Stadtgarten auf: „Am 31. Dezember ist Schluss“, bestätigt Betreiber Jürgen Steinhäußer auf AZ-Nachfrage. Er habe „private Gründe“ dafür, sagt der Bad Bevenser Konditor, der sich jetzt ganz auf sein alt eingesessenes Café Hesse in der Kurstadt konzentrieren will.

Damit kehrt auch der Pächter des Herzstückes dem U-förmigen Glaskomplex am Rande der Uelzener Fußgängerzone den Rücken. Steinhäußer war mit 150 Sitzplätzen gestartet, hatte nach der Schließung der Bar weitere Plätze übernommen und auch den Außenbereich belebt. Über die genauen Gründe für seinen Rückzug schweigt Steinhäußer. Seitens der Uelzener Versicherung als Verpächter erklärte Prokurist Bernd Fischer, man habe eine „einvernehmliche Aufhebungsvereinbarung“ mit Steinhäußer getroffen. Lange leer stehen soll das Café im Stadtgarten derweil nicht, versichert Fischer: „Wir haben bereits neue Pläne, ein neues Konzept und einen Interessenten.“

Im Schwerpunkt solle das Café bestehen bleiben, so der Prokurist, das Angebot werde aber ergänzt und der Platz im Freien mehr belebt. Die Uelzener Versicherung stehe in Kontakt mit einem großen Investor aus dem Stuttgarter Raum, erklärt Fischer: „Er hat rund 150 Filialen vor allem im Süden Deutschlands und möchte gerne in den norddeutschen Raum vorstoßen.“ Er sei begeistert „von unserer Kleinstadt und ist deshalb auf uns zugekommen“.

Der Kaffee solle bei dem neuen Konzept im Mittelpunkt stehen, denn der Interessent betreibe eigene Röstereien. Im Café werde es auch Mittagsmenüs geben, ergänzend steht auch wieder ein Schlemmermarkt auf dem Plan. Diesen hatte die Versicherung schon für die Neueröffnung des Stadtgartens im Jahr 2007 angestrebt, das Vorhaben war dann jedoch zunächst auf Eis gelegt worden. Jetzt soll man auf einem solchen Schlemmermarkt auch Feinkostartikel kaufen und vor Ort verzehren können. So wolle man auch mehr Laufkundschaft ansprechen, erläutert der Prokurist.

Lange geschlossen bleiben soll das Café wegen der nötigen Umbaumaßnahmen nicht: „Im Januar und Februar wird das durchgeführt und wenn das Wetter mitspielt, könnten wir schon im März wieder öffnen“, hofft Fischer. Und um neugierig zu machen, werden die Pläne in den Fenstern hängen.

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