SPD setzt sich mit ihrem Antrag durch

Stadt Uelzen wird Bauherr der neuen Kita

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Für die neue Kita soll ein alter Pavillon auf dem Schulgelände abgerissen werden. Die Stadt soll dann den Neubau errichten.

Uelzen. Kehrtwende beim geplanten Bau einer neuen Kindertagesstätte für Uelzen: Die Stadt wird nun als Bauherr der Einrichtung mit Kindergarten- und Krippenplätzen, die auf dem Gelände der Lucas-Backmeister-Schule entstehen soll, auftreten; das Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg wird die Planungen übernehmen.

Zunächst war in der Stadtpolitik präferiert worden, dass Planungen und Bau durch einen späteren Betreiber der Kindertagesstätte erfolgen. Zum Hintergrund: Die Stadt Uelzen betreibt selbst keine Kindertagesstätten, sondern sucht sich dafür Betreiber wie das Deutsche Rote Kreuz oder die Kirche. Die geplante Kindertagesstätte wird dringend benötigt, weil nicht ausreichend Kita- und Krippenplätze im Stadtgebiet vorhanden sind. Zuletzt standen 50 Familien auf einer Warteliste für einen Platz.

Als Argument für den Bau durch einen Dritten hatte die Stadtverwaltung angeführt, dass dieser flexibler agieren könne und der Bau so letztlich günstiger zu realisieren sei. Der Ausschuss für Generationenfragen, Integration und Soziales war dieser Ansicht gefolgt. Die SPD-Stadtratsfraktion stellte diesen Vorteil aber danach in Frage.

Klaus Knust, Vorsitzender der SPD-Fraktion, verweist im AZ-Gespräch auf einen Zinsvorteil der Stadt beim Bau. Außerdem verfüge Uelzen mit dem Gebäudemanagement über eine kommunalen Betrieb, der für Bauvorhaben geschaffen wurde: „Wir sind felsenfest überzeugt, dass die Mitarbeiter des Gebäudemanagements die Aufgabe übernehmen können.“ Und zuletzt: Mit der Entscheidung, die Stadt zum Bauherrn zu machen, erweitere sich der Kreis möglicher Betreiber für die Kindertagesstätte, so Knust. Die Sozialdemokraten stellten Ende vergangener Woche damit den Antrag, dass die Stadt Bauherr wird. Der nicht öffentlich tagende Verwaltungsausschuss stimmte ihm zu, wie die Stadtverwaltung auf AZ-Anfrage erklärte.

Von Norman Reuter

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