Stadt vergoldet sich den O-See-Sand

In mehrfacher Hinsicht eine Einnahmequelle: der Oldenstädter See.

Uelzen-Oldenstadt - Von Bernd Schossadowski. Er ist nicht nur ein Bade- und Freizeit-Idyll, sondern für die Stadt Uelzen auch eine einträgliche Einnahmequelle: Der Oldenstädter See bietet noch ausreichend Kapazitäten für den Sandabbau. Über diesen hat die Stadt 1997 einen Vertrag mit einer Baufirma abgeschlossen, der in diesem Jahr ausläuft. „Bisher sind rund 390 000 Kubikmeter Sand abgebaut worden. Weitere 240 000 Kubikmeter sind noch möglich“, sagte Baudezernent Karsten Scheele-Krogull im Stadtplanungsausschuss.

Auch wenn die Baufirma zuletzt nur wenig Sand gefördert hat, möchte sie den Vertrag bis 2015 verlängern. Doch zuvor müsse ein Gutachten angefertigt werden, das aufzeigt, an welchen Standorten am Oldenstädter See das noch möglich ist, erklärte Scheele-Krogull. Das sei die Grundlage für eine neue Abbau-Genehmigung. Als Kosten für die Expertise hat die Verwaltung 12 000 Euro im Haushalt angesetzt. Diese Summe sorgte bei manchem Mitglied des Stadtplanungsausschusses indes für Stirnrunzeln. „Das ist eine Menge Geld. Wir sollten das der Firma in Rechnung stellen“, meinte Hans-Jürgen Heuer (CDU).

Das Ganze sei eine Verhandlungssache, entgegnete Scheele-Krogull. So wie die Stadt bisher Einnahmen aus der Übertragung des Sandabbaus erzielt habe, müsse sie nun einen Preis für die Vertragsverlängerung aushandeln.

Im Übrigen seien die angesetzten 12 000 Euro keine utopische Summe, erklärte der Baudezernent. „Für andere Gutachten geben wir regelmäßig 6000 bis 8000 Euro aus.“

Gerald Röpe, FDP-Vertreter im Ausschuss, schlug vor, den Sandabbau neu auszuschreiben. Das Unternehmen, das den Zuschlag erhalte, müsse auch das Gutachten bezahlen, forderte er.

Letztlich beauftragte der Ausschuss die Verwaltung, die Kosten für das Gutachten bei einer Neuvergabe des Auftrages wieder zu gewinnen.

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