Handelsverein weist derweil Vorwürfe zurück

Stadt Uelzen distanziert sich von Citymanager

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Sonntagsbummel in Uelzen oder in Bad Bevensen? Der gleichzeitige "verkaufsoffene Sonntag" erhitzt die Gemüter.

wb Uelzen/Bad Bevensen. „Mit uns als Handelsverein hat keiner gesprochen“, sagt Uwe Schwenke, Vorsitzender des Uelzener Handelsvereins. Er reagiert damit auf die Kritik aus Bad Bevensen an der Terminierung des kommenden verkaufsoffenen Sonntags der Uhlenköperstadt.

Ausgerechnet dann, wenn die Gewerbetreibenden der Kurstadt traditionell ihren Familiensonntag mit Einkaufsvergnügen planen. Lotz parierte wenig schmeichelhaft für die Kurstädter: Bad Bevensen interessiere ihn nicht. Er beziehe in seine Planungen der Einkaufssonntage nur die Konkurrenzstädte Lüneburg und Celle ein. Das Angebot in Lüneburg sei größer und in Bevensen gäbe es nur alte Leute, so denke der Uelzener, argumentierte Lotz (die AZ berichtete).

Lesermeinungen dazu:

Bevenser pfeifen auf Uelzen

Siegfried Tippel von der Bevenser Werbegemeinschaft hatte in einem offenen Brief an Uelzens Citymanager Joachim Lotz moniert, dass die Geschäfte der 15 Kilometer entfernten Uhlenköperstadt am letzten Sonntag im März öffnen – ausgerechnet dann, wenn die Gewerbetreibenden der Kurstadt traditionell ihren Familiensonntag mit Einkaufsvergnügen planen. Lotz parierte wenig schmeichelhaft für die Kurstädter: Bad Bevensen interessiere ihn nicht. Er beziehe in seine Planungen der Einkaufssonntage nur die Konkurrenzstädte Lüneburg und Celle ein. Das Angebot in Lüneburg sei größer und in Bevensen gäbe es nur alte Leute, so denke der Uelzener, argumentierte Lotz (die AZ berichtete).

Uwe Schwenke, Inhaber des Modehauses Ramelow, spielt den Ball zurück nach Bevensen: Die Gewerbetreibenden der Kurstadt hätten den Uelzener Handelsverein, der die Verkaufssonntage anmeldet und mit dem Citymanager organisiert, auf die Terminüberschneidung ansprechen können. Denn der Uelzener Termin sei seit Dezember bekannt. „Ich kann den Vorwurf der Bevenser nicht nachvollziehen.“ Außerdem sei die Öffnung am Märzende in Uelzen kein Novum: Schwenke sagt, die Uelzener Wirtschaft habe zwar in den vergangenen fünf Jahren nicht am letzten Sonntag im März geöffnet – davor sei dieses aber üblich gewesen. Ausgewichen sei man in jüngster Vergangenheit nur, um Terminüberschneidungen mit Lüneburg zu vermeiden. Dieses Jahr öffnet die Salzstadt unter anderem am 31. Mai und 9. September die Ladentüren. Die Konkurrenten in Celle sind übrigens ebenfalls am 31. März dabei.

Die Stadt Uelzen distanziert sich derweil von den Aussagen ihres Citymanagers zum verkaufsoffenen Sonntag. Diese „bilden ausdrücklich nicht den Standpunkt der Stadt Uelzen ab“ und seien nicht mit der Stadt abgestimmt gewesen. „Die Haltung des Citymanagers zu diesem Thema und auch die grundsätzliche Rolle des Citymanagement werden Gegenstand der nächsten Aufsichtsratssitzung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Uelzen sein“, kündigt Uelzens Pressesprecherin Ute Krüger an.

Die Stadtverwaltung hat mit dem Vorsitzenden der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, bei der das Citymanagement angegliedert ist, heute einen Termin für die Sitzung anberaumt.

Von Wiebke Brütt

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