Kommt Neubau direkt an die Gartenstraße? / Vier Gruppen ab August 2017

Stadt plant Schnäppchen-Kita

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Das Gelände der Lucas-Backmeister-Schule in einer Übersicht. Im Bereich links unten an der Gartenstraße könnte die neue Kita entstehen.

Uelzen. Die Pläne für eine neue Kindertagesstätte in Uelzen nehmen Formen an. Auf der jüngsten Sitzung des Schulausschusses wurden erste konkrete Planungsideen von der Verwaltung vorgestellt.

Fest steht nach derzeitigem Stand, dass die neue Kita auf dem Gelände der Lucas-Backmeister-Schule entsteht und vierzügig wird. Sie soll ab dem Schuljahr 2017/18 also drei- bis sechsjährigen Kindern in vier Gruppen Plätze bieten. Während die Stadt zuvor in einer Pressemitteilung den Bau durch einen Dritten nicht ausgeschlossen hatte, stellte der Erste Stadtrat Dr. Florian Ebeling die Fördermöglichkeiten für die Kita als so positiv dar, dass wohl nichts gegen einen Bau durch die Stadt spricht. Von den angenommenen Kosten von 1,8 Millionen Euro, so Ebeling, seien aufgrund der „extrem günstigen Förderbedingungen“ vorausichtlich nur 300 00 Euro von der Stadt selbst zu tragen.

Die konkrete bauliche Umsetzung auf dem Schulgelände ist noch nicht klar. In den Vordergrund gerückt wurde eine Lösung, nach der das neue Kita-Gebäude an die Gartenstraße gebaut würde. Dahinter könnte auf dem jetzigen Schulhof ein Kita-Außengelände entstehen. Die Vorteile, so Ebeling, seien die gute Anbindung an die Gartenstraße, wo die Eltern parken könnten, wenn sie ihre Kinder brächten oder holten. Und auch der Außenbereich sei hinter dem Gebäude gut geschützt.

Die Schule müsste nach dieser Variante ihren Pausenhof auf den Bereich an der Taubenstraße verlagern, behielte aber hinter der alten Grundschule und hinter der Mensa eine weitere Außenfläche. Für die Schule hielte sich der Verlust in Grenzen. SPD-Mann Jörg Kramer verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die abzugebende Fläche derzeitig ohnehin „nicht wie ein Schulhof gestaltet“ sei und bekam dafür die Zustimmung von Schulleiterin Bianca Scharfenstein.

Für den Bereich an der Taubenstraße müsse die Schule sich dann künftig zumindest nachmittags mit dem Jugendzentrum Baxx arrangieren, aber da sei man „kompromissbereit“, so Scharfenstein. Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch, ob ein ehemaliges Grundschulgebäude auf dem Gelände geeignet für eine Kita sei. Die Verwaltung verneinte das und sagte, dass es für die Nutzung dieses Gebäudes vielerlei Ideen gebe.

Die „Drive-in-Kita“ wurde dennoch von Karl-Heinz Schmäschke (Grüne) mit diesen Worten infrage gestellt, der gerne genau wissen wollte, warum das ehemalige Grundschulgebäude nicht genutzt würde. Dr. Ebeling verwies an der Stelle erneut auf den Punkt der Zuwegung. Nach der Sommerpause wird die Verwaltung unterschiedliche Bauvarianten zur Abstimmung vorlegen.

Von Steffen Kahl

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