Verwaltung kämpft gegen Kosten / Streit um „maßgeblichen Betrag“

Altes Rathaus in Uelzen: Stadt kürzt Rechnungen

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Altes Rathaus: Wird die Sanierung doch noch günstiger als 3,8 Millionen?

Uelzen. Die Aufregung um die Kostensteigerung bei der Sanierung des Alten Rathauses hat einen neuen Dreh bekommen:

Wie bei der öffentlichen Sitzung des Betriebsausschusses Gebäudemanagement am Dienstag bekannt wurde, greift die Stadt die Rechnungen der für die Arbeiten beauftragten Handwerksbetrieben an.

Uelzens Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull sagte, dass es um „maßgebliche Beträge“ gehe und die bisherige Gesamtsumme von 3,8 Millionen Euro „deutlich gesenkt“ werde. Hintergrund: Die Sanierung des Alten Rathauses soll bisher 3,8 Millionen Euro kosten, ursprünglich war mit 1,9 Millionen gerechnet worden.

Zuvor hatte der Technische Leiter des Gebäudemanagements, Manfred Schrodt, bereits die „Bombe“ platzen lassen: Von ihm kam die Neuigkeit, dass die beabsichtigten Rechnungskürzungen Betrieben unterschiedlicher Gewerke mitgeteilt wurden – und dass diese teilweise sogar schon angekündigt hätten, sich gerichtlich zu wehren.

Für seine Äußerung „die Leistungen werden vergütet, aber reduziert“, bekam er Applaus und anerkennende Worte einzelner Ausschussmitglieder: „Es ist sehr gut, wenn Geld zurückkommt!“

Zur Begründung für die Rechnungskürzungen sagte Schrodt: „Wir haben sehr gute Unterlagen.“ Die Ausschreibungen der Stadt für die Sanierungsarbeiten hätten, so Schrodt weiter, mehr als 1000 Seiten umfasst. Die Rechnungen der Firmen auf der anderen Seite aber zumindest in einem Fall keine Grundlage für eine ordnungsgemäße Prüfung geboten. Über den Architekten sei hierzu ein entsprechender Gutachter bestellt worden.

Der Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Günther sagte abschließend, dass „viel, viel Arbeit“ seitens der Verwaltung und der Ratsmitglieder mit der aktuellen Entwicklung zusammenhänge, dass sich die Mühe nach derzeitigem Stand aber gelohnt habe.

Von Steffen Kahl

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