Eichenprozessionsspinner in Uelzen auf Vormarsch / Oldenstadt stark betroffen

Stadt bekämpft Schädlinge

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ib Uelzen. Zahlreiche Eichen in und um Oldenstadt sind von der Eichenprozessionsspinner-Raupe befallen.

Die Stadtverwaltung hat sofort reagiert: Die Nester an den befallenen Bäumen wurden abgeflammt und Warnschilder aufgestellt – denn die Raupen können bei Menschen allergische Reaktionen hervorrufen.

„Wir haben gestern das Ausmaß des Befalls bei einer Überprüfung durch den Baumkontrolleur festgestellt“, sagt Christine Tietz, zuständige Abteilungsleiterin bei der Stadt Uelzen. „Derzeit untersuchen wir alle Eichen im Stadtgebiet.“

Im vorletzten Jahr sei noch kein Eichenprozessionsspinner in Uelzen gesichtet worden, im vergangenen Jahr tauchte die Raupe nur vereinzelt auf. Tietz: „Dieses verstärkte Auftreten des Schädlings ist neu in unserer Region.“ Insbesondere am Oldenstädter See, in den Straßen „Zum See“, und „Auf dem Diek“ bis zum Ortsteil Groß Liedern seien Eichen befallen.

Die Härchen der Raupen enthalten ein Nesselgift, ähnlich wie man es von Brennnesseln kennt. Das Gift der Raupenhaare ist jedoch deutlich stärker und wirkt länger. Es kann bei Hautkontakt oder beim Einatmen verschiedene allergische Symptome auslösen. Kontakte mit der Haut führen zur so genannten Raupendermatitis.

Bei Personen oder Tieren richten sich die Empfindlichkeit und Reaktionsintensität nach der Dichte der Kontakte. Ein geringer Kontakt mit den Raupenhaaren löst meist nur einen Juckreiz aus, während ein heftiger Kontakt mit der Haut zu starkem Juckreiz, Schüttelfrost und Schwindel führen kann, in seltenen Fällen bis hin zu allergischen Schockreaktionen.

Typisch für den Kontakt ist der über viele Tage anhaltende Juckreiz der kleinen roten Schwellungen oder Quaddeln. Das Einatmen der Härchen kann zu einer Reizung der Atemwege führen und Atembeschwerden erzeugen. Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden sollte ein Arzt aufgesucht werden und auf den Raupenkontakt hingewiesen werden. Die Symptome können mit Medikamenten behandelt und dadurch gemildert werden.

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