Eigenverantwortung wahrnehmen

Stadt appelliert an Böh-Bürger

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Die Wohnung im Böh, in der die beiden Uelzener verstorben sind, hat die Polizei versiegelt.

Uelzen. Ute Krüger, Pressesprecherin der Stadt Uelzen, war gestern Mittag hörbar erleichtert. „Wir haben am Morgen mit den Bewohnern im Böh das angekündigte Gespräch geführt. Es ist alles total unaufgeregt gelaufen. Von 25 Bewohnern waren neun anwesend.

Diese haben sich am Ende bei uns für die gegebenen Informationen bedankt“, teilte Krüger gegenüber der AZ mit.

Zur Erinnerung: Am vergangenen Wochenende waren in der Obdachlosenunterkunft ein Mann und eine Frau tot aufgefunden worden. Die beiden Bewohner waren Opfer eines tragischen Unglücksfalles geworden. Sie hatten den Kohleofen nicht sachgerecht gepflegt und genutzt und waren durch das Einatmen entstehender giftiger Gase gestorben.

Vertreter des städtischen Ordnungsamtes, des Gebäudemanagements sowie der zuständige Schornsteinfeger und Betreuer Reinhard Richard hatten an die Bewohner gestern Morgen im Gemeinschaftsraum der Einrichtung eindringlich appelliert, die Sicherheitsvorschriften bei der Nutzung der Kohleöfen in Eigenverantwortung zu beachten. Dazu verteilte die Stadt auch Info-Flyer. Im Mai soll bei der jährlichen Feuerstättenschau noch einmal jeder Bewohner im Umgang mit den Kohleöfen geschult werden.

Ute Krüger machte deutlich, dass die Stadt sehr wohl um die Probleme vor Ort wisse und stets bestrebt sei, dass dort Regeln und Ordnung eingehalten würden. „Wir haben im Böh in den vergangenen Jahren schon viel gemacht – beispielsweise die Grundreinigung im sanitären Bereich –, um die Zustände erträglich zu gestalten.“

Von Andreas Becker

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