Stadt: Abschaltung der Ampeln hat sich bewährt

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Die Signalanlagen auf den Kreuzungen zwischen Amtsgericht und Kreishaus sollen dauerhaft aus bleiben.

bs Uelzen. Seit August 2008 läuft der Pilotversuch, jetzt zieht die Stadt eine positive Bilanz: Die Abschaltung der Ampeln auf den Kreuzungen von Veerßer Straße, Dieterichsstraße und Fritz-Röver-Straße hat sich nach Ansicht von Baudezernent Karsten Scheele-Krogull bewährt.

Die neue Rechts-vor-links-Regelung habe „nicht zu einem auffälligen Unfallgeschehen geführt“, erklärte er jetzt im Stadtplanungsausschuss. So haben sich nach Polizeiangaben zwischen dem 1. August 2008 und dem 31. Juli 2009 auf der Kreuzung von Veerßer und Fritz-Röver-Straße vier Unfälle mit einem Leichtverletzten ereignet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres gab es dort einen Unfall.

Ähnlich sah es auf der Kreuzung von Veerßer und Dieterichsstraße aus. Dort wurde zwischen August 2008 und Juli 2009 ein Unfall mit einem Schwerverletzten festgestellt – im Jahr zuvor waren es zwei Unfälle ohne Verletzte. „Die dramatische Situation, wie sie der Schulelternrat geschildert hat, wird von den Zahlen der Polizei nicht bestätigt“, sagte Scheele-Krogull. Wie berichtet, hatte Stadtelternratsvorsitzende Jutta Klatt gefährliche Situationen gerade für Kinder auf ihrem Schulweg beklagt und die Wiedereinschaltung der Ampeln gefordert.

Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollen die Ampeln auf den beiden Kreuzungen nun aber dauerhaft ausgeschaltet bleiben. Der geplante neue Verlauf der Fahrspuren soll hingegen solange zurückgestellt werden, bis klar ist, welche Art der Bebauung auf dem ehemaligen Marktgelände am Veerßer Tor den Zuschlag erhält. Hierzu läuft derzeit noch die europaweite Ausschreibung.

„Wir sollten abwarten, was dabei herauskommt, sonst müsste der Umbau der Kreuzung vielleicht wieder rückgängig gemacht werden. Wir wollen aber nicht zweimal Geld in die Hand nehmen“, betonte Scheele-Krogull. Diesem Beschlussvorschlag folgte der Ausschuss einstimmig.

Unter anderem ist vorgesehen, die Linksabbiegerspur zwischen Amtsgericht und Kreishaus zu entfernen. Künftig soll es dort in Richtung Rathaus nur noch eine Spur geben, aus der die Autos auch nach links abbiegen können. Das Ziel sei, den Verkehr in diesem Bereich übersichtlicher zu machen, erläuterte der Baudezernent.

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