Helene Ringewaldt pflegt kranke Igel / NABU warnt vor zu schnellem Eingreifen

Stachelige Gesellen in Not

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Der stachelige Geselle in Helene Ringewaldts Händen ist dem Tod gerade noch einmal von der Schippe gesprungen.

Uelzen. Kaum größer als ein Tennisball ist der kleine Igel, den Helene Ringewaldt in ihren Händen hält. Vorsichtig streicht sie ihm über die winzigen Stacheln, der kleine Racker wiederum beißt ihr prompt in den Finger – denn er hat Hunger.

„Eigentlich müsste er noch bei der Mutter sein“, ist sich Helene Ringewaldt sicher. „Er ist verloren gegangen, der Igel-Mutter abhanden gekommen. “.

Wird in Uelzen nur die „Igel-Mama“ genannt: Helene Ringewaldt bringt in Not geratene Tiere über den Winter.

Am Dienstagabend hatte sie den Anruf einer Uelzenerin erhalten, die den stacheligen Vierbeiner im Kellerschacht gefunden hatte. Rat suchte die Frau bei der „Igel-Mama“, wie Helene Ringewaldt von vielen genannt wird. Während die 78-Jährige eine Mixtur aus spezieller Aufbaunahrung und Fencheltee in eine Spritze füllt, erzählt sie, wie sie den hilflosen Igel mit einem Karton zum Tierarzt gebracht, ihn in warme Tücher gehüllt und ihm eine Wärmflasche bereitet hatte. Denn Igel, weiß die Seniorin, „brauchen viel Wärme“.

Der stachelige Geselle in Helene Ringewaldts Händen ist dem Tod gerade noch einmal von der Schippe gesprungen. Nicht mehr als 109 Gramm habe er gewogen, erzählt die Expertin mit ernster Miene, unterkühlt sei er gewesen.

Von Anna Petersen

Alles zur "Igel-Mama" lesen Sie am Freitag in der AZ.

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