Apfelsaft-Verkauf am 7. und 10. Oktober

Uelzens Bürgermeister begleicht Wettschuld: Es sprudeln 1000 Liter

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Der Bürgermeister löst die Wette ein: Zusammen mit Marlon, Tabea, Luca, Sophie, Michelle, Emely und Talia vom Kinder- und Jugendzentrum wurden 1,3 Tonnen Äpfel entsaftet.

sk Uelzen/Flinten. Die richtige Ausrüstung, die einzelnen Arbeitsschritte gut erklärt und die tatkräftige Unterstützung von sieben Kindern:

Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt hat am Dienstag rund 1,3 Tonnen Äpfel gemostet und damit seine Wettschuld aus der diesjährigen Kinderstadtwette eingelöst. Rausgekommen sind rund 1000 Liter Apfelsaft für einen guten Zweck.

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Der Apfelsaft wird am Mittwoch, 7. Oktober, und Sonnabend, 10. Oktober, auf dem Wochenmarkt in Uelzen verkauft. Der Erlös wird zu hundert Prozent den hiesigen Flüchtlingskindern zugute kommen. Dies ist möglich, weil die Hofmosterei Carstensen in Flinten zugunsten der Kinder sowohl das Mosten, als auch die Verpackung kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Für die Kinder soll Spielzeug angeschafft werden, um ihnen das Ankommen in einer für sie fremden Welt etwas angenehmer zu gestalten.

„Ich bin noch immer überwältigt von dem, was die Uelzener Kinder geschafft haben. Das Mosten war spannend und hat mir großen Spaß gemacht“, sagt Bürgermeister Markwardt. Nun hoffe er auf viele Apfelsaft-Käufer auf dem Markt, um mit den Einnahmen den Flüchtlingskindern helfen zu können.

Das Ergebnis von tausend Litern beim Mosten hat selbst den Betreiber der Mosterei in Erstaunen versetzt: Die Uelzener Äpfel haben mit einem Saftertrag von rund 75 Prozent einen neuen Rekord in seinem Betrieb aufgestellt. In nur zweieinhalb Stunden wurden die Äpfel gewaschen, zerkleinert, zur Haltbarmachung erhitzt und in Drei-Liter-Schläuche abgefüllt, in Kartons verpackt und in die Busse der Kinder- und Jugendförderung verladen. Bei all den Arbeiten war der Bürgermeister gemeinsam mit den Kindern am Werk. Nur eine Aufgabe blieb allein ihm überlassen – das Entsorgen der aussortierten Äpfel auf dem Kompost.

Aus Anlass des Weltkindertages hatte Jürgen Markwardt die Mädchen und Jungen der Stadt herausgefordert (AZ berichtete). Er wettete, dass die Kinder es nicht schaffen, 800 Kilogramm Äpfel zu sammeln. Nachdem das Stadtoberhaupt seine Wette am vergangenen Freitag bei der offiziellen Verkündung schon deutlich mit 1127 Kilogramm gesammelten Äpfeln verloren hatte, sind letztlich 1300 Kilogramm zusammengekommen.

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