SPD beantragt Gesamtschule in Uelzen

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Uelzen - Von Marc Rath. Wenn es nach dem Willen der Uelzener SPD-Ratsfraktion geht, soll bereits ab dem Schuljahr 2011/2012 das Uelzener Bildungsangebot um eine Integrierte Gesamtschule (IGS) erweitert werden. Einen entsprechenden Antrag hat die von Fraktion und Ortsvereinsvorstand gebildete Arbeitsgruppe jetzt im Beisein von Bürgermeister Otto Lukat vorbereitet, berichtet SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ute Röling.

Die Sozialdemokraten der Kreisstadt sind damit die erste Gruppierung, die politische Schlüsse aus dem im Frühjahr vorgelegten Gutachten zur Schulentwicklung zieht. Röling: „Die Elternbefragung hat gezeigt, dass ausreichend Nachfrage für eine IGS besteht.“

Nunmehr soll die Stadtverwaltung beauftragt werden, alle notwendigen Schritte einzuleiten, damit diese Schulform bis zum nächsten Schuljahr eingerichtet werden kann. Röling betont, dass ihre Partei die IGS als Ergänzung zur Schullandschaft in der Stadt ansieht: „Der Erhalt beider Gymnasien ist unstrittig.“

Das Gutachten zur Schulentwicklung hatte angesichts zurückgehender Schülerzahlen bei Haupt- und Realschulen die Theodor-Heuss-Schule als möglichen Standort einer IGS in Uelzen aufgezeigt. Röling: „Der genaue Standort ist eine Frage, die mit der Landesschulbehörde zu klären sein wird.“

Die Initiative der Sozialdemokraten birgt Sprengstoff für die rotgelbe Mehrheit im Rat.„Das wird nicht so einfach werden“, formuliert FDP-Fraktionschef Jörg Firus seine geringe Begeisterung für den Antrag. Dem Vize-Bürgermeister war die konkrete Initiative, der auf einer Sitzung der SPD/FDP-Gruppe Ende September abgestimmt werden soll, bei der AZ-Nachfrage nicht bekannt.

„Wir stehen einer IGS sehr kritisch gegenüber und werden den Antrag nicht so einfach unterstützen“, sagt der Liberale. SPD-Vorsitzende Ute Röling geht indes davon aus, dass die eine Integrierte Gesamtschule im Uelzener Rat eine Mehrheit findet: „Wir haben Signale von den Grünen, dass sie diese Schulform für Uelzen unterstützen werden.“

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