SPD: Zweite Gesamtschule

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath. In der SPD im Landkreis bildet sich nach Einschätzung ihrer Schulpolitikerin Ivonne Großmann-Daniel eine breite Mehrheit für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule in der Kreisstadt heraus. Aus der Kreistagsfraktion und auch von „zahlreichen Parteifreunden“ aus der Stadt habe sie eindeutig positive Signale vernommen, sagte die Sozialdemokratin der AZ.

Von den Zahlen aus dem Gutachten zur Schulentwicklung und der Elternbefragung (AZ berichtete) passe diese Schulform „gut herein“ in die künftige Schullandschaft des Landkreises, ist die SPD-Bildungspolitikerin überzeugt: „Ein Standort in der Kreisstadt als Mittelpunkt des Landkreises ist optimal“, befürwortet sie den von den Gutachtern vorgeschlagenen Aufbau einer Integrierten Gesamtschule in der Theodor-Heuss-Realschule. „Wir brauchen für alle Kinder die gleichen Bildungschancen“, betont die Sozialdemokratin: „Nur Standorterhaltung kann nicht an erster Stelle bei dieser Diskussion stehen.“

In den Samtgemeinden müsse es jetzt ein offene und öffentliche Diskussion um die Zukunft der Grundschulstandorte geben. Die Gutachter kamen bei ihrer Untersuchungen hier zu dem Ergebnis, dass fünf der derzeit 23 Grundschulen nicht zu halten sein werden, da die Schülerzahl um mehr als 30 Prozent sinkt.

Für die Haupt- und Realschulstandorte in Rosche und Suderburg „müssen Alternativen entwickelt werden“, meint Großmann-Daniel. Für Rosche regt sie ein Kompetenzzentrum für Förderschulen an, etwa in Zusammenarbeit mit dem nahe gelegenen Landkreis Lüchow-Dannenberg. Eine deutlichere Profilbildung und Abstimmung mit den Nachbarkreisen ist aus ihrer Sicht auch bei den berufsbildenden Schulen notwendig.

Eine klare Tendenz erkennt Großmann-Daniel aus der Elternbefragung für eine Verbesserung des Ganztagsangebotes. Für alle Schulformen müsse es Möglichkeiten von Mittagessen und weiterer Angebote am Nachmittag geben.

„Die Hälfte unserer Schulgebäude steht in einigen Jahren leer“, sagt die Schulausschuss-Vorsitzende mit Blick auf die Zahlen: „Wir werden überlegen müssen, wie wir die freiwerdenden Gebäude und Räume sinnvoll nutzen können.“

Die SPD-Kreistagsfraktion wird am Montag erste Vorschläge beraten, kündigt Großmann-Daniel an. In der ersten Maiwoche soll die Expertise öffentlich im Schulausschuss vorgestellt und diskutiert werden.

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