SPD-Spitze nominiert Krumböhmer

Jürgen Krumböhmer.

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath. Die SPD-Spitze will mit Lüneburgs Erstem Kreisrat Jürgen Krumböhmer in die Landratswahl am 11. September 2011 gehen. Der SPD-Unterbezirksvorstand nominierte den 50-jährigen Juristen am Mittwochabend bei einer Enthaltung. SPD-Unterbezirksvorsitzender Klaus-Peter Dehde kündigte gestern gegenüber der AZ für Januar eine offizielle Wahlkreiskonferenz an, auf der der SPD-Bewerber gewählt werden soll.

„Wir als SPD wollen daran arbeiten, dass es einen Politikwechsel im Landkreis Uelzen gibt“, skizzierte Dehde die Zielrichtung der Sozialdemokraten: „Wir suchen dafür jetzt das partnerschaftliche Gespräch mit allen fortschrittlichen Kräften im Landkreis“, erklärte der SPD-Vorsitzende. Neben den Grünen zählt er dazu auch die Unabhängigen Wählergemeinschaften.

Die Grünen, die bereits im April mit ihrem ehemaligen Landessprecher Raimund Nowak als parteiübergreifenden Kandidaten auf die SPD-Führung zugegangen waren, zeigten sich gestern „enttäuscht“, so ihr Sprecher Hans-Hermann Hoff: „Wir haben uns das Verfahren anders vorgestellt“, kritisierte Hoff die Strategie der sozialdemokratischen Spitze. Dies sei kein Angebot für einen Neuanfang. Unter diesen Umständen werde die Partei in jedem Fall einen eigenen Kandidaten aufstellen, kündigte Hoff an: „An erster Stelle steht für uns weiter Raimund Nowak.“

Für diese Personalie habe er auch „schon zahlreiche positive Signale von der SPD-Basis“ bekommen, berichtete Hoff. Dazu gehört mit Jacques Voigtländer auch der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Jacques Voigtländer: „In der Abwägung zwischen Jürgen Krumböhmer und Raimund Nowak plädiere ich mit Nachdruck für Nowak“, betonte er gestern.

Nowak selbst schloss gegenüber der AZ auch seine Kandidatur nicht aus, wenn Krumböhmer für die SPD antritt. Er mache dies davon abhängig „wie verbindlich die Unterstützung außerhalb meiner Partei“ sei, setzt er aber weiter auf eine parteiübergreifende Kandidatur: „Ich will schließlich gewinnen.“

Auf Sieg setzt auch Jürgen Krumböhmer im Falle einer Kandidatur. Er wirbt jetzt um Verständnis für den Schritt der Parteispitze. „Wir befinden uns jetzt auf Augenhöhe mit dem Vorstoß der Grünen.“ Die SPD habe sich „erst finden müssen“. Jetzt gelte es, „vertrauensvolle Gespräche für das Verfahren einer gemeinsamen Kandidatenaufstellung zu finden“. Daher griff der Sozialdemokrat gestern auch zum Hörer, um mit Raimund Nowak einmal direkt zu telefonieren.

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