Regelmäßige Messungen: Forschungsanlage auf dem Horstberg noch in Betrieb

Spannungen im Erdreich

Ein Rückbau erfolgte nicht: Nach wie vor wird die Forschungsanlage hinter Dreilingen von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe genutzt. Dort werden regelmäßig die Spannungen im Erdreich gemessen. Foto: Reuter/Grafik: LBEG

Dreilingen/Landkreis. Mit einem verbalen Handstreich will Eimkes Bürgermeister Dirk-Walter Amtsfeld die Gerüchte aus der Welt schaffen, wonach auf dem Horstberg bei Dreilingen erneut Versuche der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) stattfinden könnten.

Zur Erinnerung: 2003 und 2004 kam in einem geschaffenen Bohrloch auf dem Horstberg die Fracking-Methode zum Einsatz, allerdings wurde dabei nur Süßwasser ins Erdreich gepumpt (die AZ berichtete). Dass so etwas wieder geschehen könnte, nennt Amtsfeld auf Anfrage „schlicht Schwachsinn“. So rigoros ausschließen will die BGR selbst weitere Versuche nicht. Gegenüber der AZ heißt es knapp: „Zurzeit sind keine weiteren Forschungsarbeiten an der Bohrung Horstberg Z 1 geplant. “ Aber wie die Bundesanstalt auch erklärt, ist die Forschungsanlage längst nicht abgeschrieben, befindet sich sogar noch in Betrieb, was vor Ort auch deutlich wird.

Eingerahmt von Tannen und gesichert mit Alarmanlagen stehen gepflegte Containerbauten mit Rolltoren auf einem eingezäunten Areal. In einem Trafohaus surrt es, Kabel führen zu technischen Aufbauten, die aus der Erde ragen. Die Anlage diene gegenwärtig, so erklärt die BGR, als „Beobachtungsbohrung“. Kontinuierlich würden die Drücke im Buntsandstein in einer Tiefe von mehr als 3300 Metern gemessen und aufgezeichnet.

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Von Norman Reuter

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