AZ-Wetterexperte „Zaki“: September bleibt fantastisch / Der Herbst wird mild

Spätsommer jagt Rekorde

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Das September-Wetter lädt zu Ausflügen ins Freie ein: Dunkle Wolken wie über diesem Sonnenblumenfeld bei Oetzendorf sind in nächster Zeit nicht zu erwarten. Stattdessen Sonne satt.

Uelzen. Nach dem Wochenende legt der Spätsommer in der neuen Woche noch eine Schippe drauf. Voraussichtlich bis zum Freitag fließt subtropische Warmluft nach Norddeutschland. Atlantiktiefs haben keine Chance.

Entsprechend wird sich auch die Trockenheit ungehemmt verschärfen. Nach 31 Grad am Montag könnte es am Dienstag mit rund 32 Grad örtliche Hitzrekorde geben.

Eine Schönwetterperiode Anfang September ist nichts Ungewöhnliches, in einer solchen Intensität und Dauer wie derzeit allerdings extrem selten. Zur klimatischen Einordnung lohnt ein Blick auf den Juli. Im Hochsommer sind die Temperaturgegensätze zwischen dem Polargebiet und den Subtropen am geringsten und die Westwindströmung über dem Nordatlantik nur schwach ausgeprägt. Entsprechend ändern sich die Großwetterlagen über viele Wochen hinweg nur wenig. Ende August werden die Karten aber neu gemischt. Die Temperaturunterschiede über dem Atlantik werden größer und die Westwinde springen wieder an. Über dem Kontinent bilden sich dann gerne stabile Hochdruckgebiete, die uns den warmen Nachsommer bringen. So kann der September ein voller Sommermonat werden – wie zuletzt 2006. Damals war der September im Kreis Uelzen um rund 3,5 Grad zu warm und brachte sieben bis zehn Sommertage mit 25 Grad und mehr.

Und wie steht es um den Herbst insgesamt? Die treffsichere Wetterregel: „September schön in den ersten Tagen, will den ganzen Herbst ansagen“, lässt viel Gutes erwarten. Nach einem schönen September schlägt das Wetter im Oktober oft um. Ein mittelmäßiger Oktober gilt für Norddeutschland als erwartbar, dennoch bleiben einige milden und sonnig-goldene Tage wahrscheinlich.

Im November sind die Weichen tendenziell wieder auf zu mild gestellt. Und die ersten starken Stürme der Saison könnten kommen.

Von Reinhard Zakrzewski

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