Soviel Geld hat...

. . . der Uhlenköper doch noch gar nicht ausgegeben in diesem Monat, dachte er gestern morgen, als seine EC-Karte im Schlitz des Bankautomaten verschwand und nicht wieder ausgespuckt wurde.

Aus Sekunden wurden gefühlte Jahre – hatte sich hinter dem Uhlenköper doch eine Schlange Wartender gebildet. Sicher würde gleich einer der Kunden lospoltern: „Hast wohl kein Geld mehr, was“. Wie peinlich wäre ihm das gewesen. Doch es blieb still und der Uhlenköper erntete verständnisvolle Blicke, die eines deutlich machten: Jedem wäre dieser Moment peinlich. So stierte der Uhlenköper weiter auf das Display, während er hoffte, dass sich doch noch etwas im Inneren des Automaten tun würde. Von Panik ergriffen zückte er sein Smartphone, mit dem er via Internet und Online-Banking den Kontostand abrufen konnte. Erleichterung, als die Zahlen auf dem Handy verkündeten, an zu wenig Geld kann das Dilemma nicht liegen. Und der Uhlenköper fühlte sich gleich zum Statement hingerissen: „Also Geld ist da“, was die Laune der anderen Bankkunden nicht beförderte, weil damit ein Defekt des Automaten wahrscheinlicher wurde. Gerade als der Uhlenköper verzweifeln wollte, ratterte der Automat, spuckte Karte und Geld aus. Puhhh, da ist das Mittagessen und der Tag gerettet, freute sich der Uhlenköper.

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