Sieben in der Auswahl

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Keine Autos mehr oder mehr Gleichberechtigung: Die Pläne stehen zur Diskussion.

Uelzen. Mit sieben Varianten für eine Belebung der Marktstraßen geht die Arbeitsgruppe Innenstadt jetzt in die öffentliche Diskussion.

Bis zur und auch auf der nächsten Sitzung der Arbeitsgruppe Ende April kann die Bevölkerung zu den vom Planungsamt der Stadt entwickelten Modellen Stellung nehmen. Die Planer bieten folgende Varianten an:

Alles bleibt wie es ist:Fußgängerzone an den Markttagen, sonst Durchgangsstraßen mit Zweirichtungsverkehr.

Verkehrsdrosselung: Teilweise Ausweitung der vorhandenen Gehwegflächen und Fußgängerbereiche.

Einbahnstraßen: Außer an den Markttagen Durchgangsstraßen mit Einrichtungsverkehr, teilweise Ausweitung der Gehwegflächen.

Shared Space: Alle Verkehrsteilnehmer sind gleichberechtigt, Regeln erfolgen durch Kommunikation.

Vollständige Fußgängerzone: Kfz-Verkehr nur in geregelten Ausnahmen, der Fußgänger hat immer Vorfahrt.

Fußgängerzone Veerßer Straße: Kein Kfz-Verkehr zwischen Altem Rathaus und Herzogenplatz (wie an Markttagen).

Kleine Fußgängerzone Veerßer Straße: Im Bereich Altes Rathaus und Fünf Propheten kein Kfz-Verkehr.

Baudezernent Karsten Scheele-Krogull ist zufrieden: „Wir haben jetzt eine breite Basis für eine Diskussion.“ Dass sich die Arbeitsgruppe und danach der Stadtrat einmütig auf eine Option verständigen, erwartet er hingegen nicht. Dafür seien „die Positionen zu gefestigt“.

Die Planer im Rathaus favorisieren die Variante Fußgängerzone Veerßer Straße, die die FDP-Fraktion im vorigen Jahr bereits angeregt hatte. Scheele-Krogull: „Alle drei Straßen wären eine zu große Fußgängerzone.“ Die Lösung Veerßer Straße hätte für ihn den Charme, dass Besucher mit dem Auto sehr nah an die Fußgängerzone heranfahren könnten. Dies werte auch die beiden anderen Marktstraßen auf. Fällt bis Sommer eine Entscheidung, hält der Baudezernent einem Umbau noch in diesem Jahr für möglich.

Im Rathaus-Foyer sind ab Montag die Pläne zu sehen – mit dem Pro und Contra der Bauverwaltung. Dort können Bürger auch Anregungen und Ergänzungen notieren. Die AZ stellt die Varianten ab der nächsten Woche näher vor.

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