Wirtschaftsminister Lies: Vorentscheidung über Bau fällt schon im September

Showdown für die Autobahn 39

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Wirtschaftsminister Lies: Ziel müsse es sein, „dass im Jahr 2030 die gesamte A 39 befahrbar ist“.

Lüneburg. Schon im nächsten Monat wird laut Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) eine Vorentscheidung darüber fallen, ob die Autobahn 39 von Wolfsburg über Uelzen nach Lüneburg gebaut wird:

Olaf Lies Dienstagabend bei der IHK Lüneburg.

„Im September liegt der erste Referentenentwurf für den Bundesverkehrswegeplan vor und es wird von entscheidender Bedeutung sein, dass darin zumindest einige Abschnitte des Projektes in den ,vordringlichen Bedarf plus’ eingestuft werden“, erklärte Lies auf einer Diskussionsveranstaltung mit Vertretern aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik am Dienstagabend bei der Industrie- und Handelskammer Lüneburg. Wenn diese Hürde genommen werde, „dann wird diese Autobahn auch gebaut“. Letztlich abstimmen über den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes muss dann noch in diesem Jahr der Deutsche Bundestag. Der Wirtschaftsminister betonte, dass es seitens der rot-grünen Landesregierung niemanden gebe, „der bei diesem Projekt auf der Bremse steht“. Zwar sei bekannt, dass die Grünen als Koalitionspartner die Autobahn 39 ablehnen, „aber alle Planungen werden von uns mit der gleichen Konsequenz weitergeführt“, erklärte Lies.

Der Minister warnte vor einer „Wenn wir nichts verändern, bleibt alles wie es ist“-Mentalität in der Region. „Wir müssen für eine vernünftige Hinterlandanbindung für die Häfen auf der Straße, der Schiene und dem Wasser sorgen, sonst gibt es keine Hafenentwicklung und entsprechend Arbeitsplatzverluste“, mahnte Olaf Lies. Und er erhielt dabei Unterstützung von Uelzens Landrat Dr. Heiko Blume: „Wenn man sich mit jüngeren Menschen in unserem Landkreis unterhält, gibt es drei zentrale Themen: Bildung, Breitband und Verkehrsinfrastruktur“, betonte Blume. Die A 39 sei entscheidend dafür, „dass die Menschen in den Dörfern wohnen und pendeln können“. Für die Autobahn gibt es nach Blumes Einschätzung eine große Mehrheit „von 80 Prozent plus X“.

Der Wirtschaftsminister ergänzte: Ziel müsse es sein, „dass im Jahr 2030 die gesamte A 39 befahrbar ist“.

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