212 Bewerber im Kreis Uelzen noch ohne Ausbildungsplatz – doch 271 Stellen sind unbesetzt

Schwieriger Weg zum Wunschberuf

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Die Ausbildung zu Bäckerei-Fachverkäufern ist im Kreis Uelzen nur mäßig beliebt. Hier sind noch zahlreiche Lehrstellen frei.

Uelzen/Landkreis. Für die Unternehmen in Deutschland ist es eine schlechte Nachricht: Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres sind bundesweit noch immer fast 200 000 Lehrstellen unbesetzt (AZ berichtete). Dieser Trend hat auch den Landkreis Uelzen erfasst.

Nach Angaben der Agentur für Arbeit gab es Ende Juni kreisweit noch 271 unbesetzte Ausbildungsplätze. Und die Situation spitzt sich zu: Zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr waren 265 Bewerber noch unversorgt, im Jahr davor lag die Zahl bei 235.

Darunter leidet das regionale Handwerk. „Wir haben ein Imageproblem“, gibt Günter Neumann, Abteilungsleiter bei der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade, im AZ-Gespräch zu. „Die Leute haben immer noch die tradierten Handwerksberufe im Kopf.“ Doch heutzutage schleppe ein Maurer längst nicht mehr Eimer mit Mörtel mit sich herum, und ein Elektroniker mache viel mehr, als nur Kabel zu verlegen. „Das sind richtige Hightech-Berufe geworden“, betont Neumann. Doch vielen Jugendlichen sei das nicht bewusst – sie wählten lieber Bürojobs als Handwerksberufe.

Das beweist die Statistik der Arbeitsagentur. So hatten Ende Juni im Kreis Uelzen insgesamt 212 Bewerber noch keinen Ausbildungsplatz.

Mehr zum Thema Ausbildungsplätze im Kreis Uelzen lesen Sie am Mittwoch in der AZ.

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