Projekt zur Verhinderung tödlicher Disco-Unfallfahrten läuft Ende Januar aus

Aus für die Schutzengel

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Auch das gab es im Rahmen des Uelzener Projektes: Eine Sommer-Party im Badue für die Schutzengel, als Dank für das Engagement der jungen Teilnehmer.

Uelzen. Ausgestattet mit einem nur kleinen Schutzengel-Ausweis im Scheckkartenformat; umso größer war die Erwartungshaltung der Initiatoren des Schutzengelprojektes an jeden einzelnen Teilnehmer – und umso größer war damit auch die Aufgabe, mit der sich jeder einzelne „Schutzengel“ konfrontiert sah.

Schließlich braucht es schon Courage, alkoholisierte oder unter Drogen stehende Freunde und Bekannte davon abzuhalten, sich selbst ans Steuer eines Fahrzeuges zu setzen. Genau darum ging es im Rahmen des Verkehrsprojektes. Jetzt läuft die Schutzengel-Aktion, die die klassischen Disco-Fahrten junger Leute mit tödlichem Ausgang verhindern sollte, im Landkreis Uelzen aus.

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt als Hauptinitiator wird das Projekt, an dem der Landkreis Uelzen seit 2008 beteiligt war, mit Ablauf dieses Monates beenden.

Eine tragende Säule des Schutzengelprojektes waren die Sponsoren wie zum Beispiel die AOK, mycity und die Sparkasse, aber ebenso die Polizei und die Verkehrswacht, ohne deren Engagement zahlreiche Aktionen nicht möglich gewesen wären. So erhielten junge Leute, die an dem Projekt teilnahmen, unter anderem Vergünstigungen bei Freizeitaktivitäten und in Gaststätten.

„Auch nach der Beendigung des Schutzengelprojektes wird der Landkreis Uelzen im Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit weiterhin aktiv sein“, betont Landrat Heiko Blume. Für die Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen sei für das laufende Jahr bereits eine Veranstaltung an einer Berufsbildenden Schule in Uelzen in Planung. Darüber hinaus unterstützt der Landkreis Uelzen seit 2015 das Verkehrssicherheitsprojekt „Fit im Auto“, das gezielt Senioren anspricht.

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