Samtgemeinde Suderburg hat gewählt: 88,02 Prozent für neuen Rathauschef

Schulz folgt auf Schulz

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Gratulation vom Amtsinhaber: Friedhelm Schulz (links) gratuliert Thomas Schulz zur Wahl des neuen Samtgemeindebürgermeisters. Noch bis zum 31. Oktober bleibt Thomas Schulz für die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf tätig.

Suderburg. „Ich bin noch etwas überwältigt. Der Tag war komisch und unwirklich“, beschreibt Thomas Schulz sein Gefühl direkt nach seiner Wahl zum neuen Verwaltungschef der Samtgemeinde Suderburg.

In Luthers Carpe diem, also nur wenige Meter von seinem künftigen Arbeitsplatz, dem Suderburger Rathaus, entfernt, feiert Thomas Schulz gestern Abend seinen Wahlsieg mit Familie, Freunden und Vertretern aus der Suderburger Politik. Nach und nach trudeln auch seine künftigen Mitarbeiter aus dem Rathaus nach getaner Arbeit in der Gaststätte ein.

Zu einem der ersten Gratulanten zählt Bernd Burmester (CDU). Der Bürgermeister der Gemeinde Oetzen in der Samtgemeinde Rosche erinnert sich kurz an die Zeiten, in denen er mit Thomas Schulz als Gemeindedirektor von Oetzen eng zusammengearbeitet hatte. „88,02 Prozent von gut 3000 Wählern ist ein gutes Ergebnis von jemandem, der nicht aus der Samtgemeinde Suderburg kommt“, klopft er Thomas Schulz auf die Schulter und gratuliert den Gemeinden Eimke, Gerdau und Suderburg zu einem „tollen, neuen Samtgemeindebürgermeister“.

Das offizielle Endergebnis überbringt der aktuelle Amtsinhaber Friedhelm Schulz, der die Stimmenverteilung mit Spannung im Rathaus verfolgte: 88,02 Prozent der Wähler stimmen mit Ja. Die Wahlbeteiligung liegt bei 57,6 Prozent.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Die Urnen wurden gestern nach getaner Arbeit gleich wieder im Rathauskeller eingelagert.

„Mit dem Ergebnis kann ich gut leben“, freut sich Thomas Schulz und bedankt sich für die Unterstützung seiner Familie, mit der er noch am Nachmittag bei einer Konfirmation war. Heute geht es erstmal für vier Tage an die Ostsee. Allerdings ohne die beiden Kinder, sondern nur mit Frau Dunja und Hund. „Dann werde ich aufs Wasser blicken und das Ergebnis erstmal sacken lassen“, sagt Schulz, der „großen Respekt vor der Aufgabe hat“. Schon als er sich entschieden hatte, für das Amt zu kandidieren, wurde er davor gewarnt, dass Suderburg ein „heißes Pflaster“ sei. „Ich will mit geradem Rücken meine Aufgaben erledigen“, verspricht der 50-jährige Oetzener.

3230 gültige Stimmen wurden gestern abgegeben. 11,98 Prozent kreuzten „Nein“ auf dem Stimmzettel an. Sein bestes Ergebnis erzielte Thomas Schulz im Wahllokal Suderburg III – im Gasthaus Guschis Eck am Bahnhof mit 93,03 Prozent. Am schlechtesten schnitt er in Wichtenbeck ab – 17,33 Prozent stimmten gegen ihn. Das letzte Wahllokal, das ausgezählt wurde, war der Hösseringer Hof. Dort bekam Thomas Schulz 90,78 Prozent der Stimmen. Bei den Briefwählern der Samtgemeinde Suderburg erreichte er 83, 47 Prozent.

Bis zum 31. Oktober wird Friedhelm Schulz noch seinen Platz im Rathaus inne haben. Dann übernimmt Thomas Schulz den Posten als Verwaltungschef.

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