Bodenteicher CDU-Politiker bedauert Tat

Nach Entfernen eines SPD-Wahlplakates: Schulz entschuldigt sich

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Die Kommunalwahl steht bevor: Ein Werbeplakat der SPD sorgte für Unmut beim Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Bad Bodenteich, Werner Schulz.

bs Bad Bodenteich. Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Bad Bodenteich und stellvertretende Fleckenbürgermeister Werner Schulz bedauert, dass er am vergangenen Mittwochabend ein SPD-Wahlplakat in Bad Bodenteich von einem Laternenmast entfernt hat.

Werner Schulz

„Es tut mir aufrichtig leid, dass ich mich dazu hinreißen lassen habe, dem Recht auf eine illegale Art und Weise nachzuhelfen“, schreibt Schulz in einer E-Mail an die AZ. „Meine Aktion war mit niemandem abgesprochen, sondern entsprang meinem eigenen Temperament."

Er habe am Sonnabend den Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Aue, Herbert Rathje, angerufen und ihm gesagt, dass ihm sein „gesetzwidriges Verhalten“ leidtue und er sich dafür – auch in einem größeren Kreis – entschuldigen wolle. Zugleich habe er Rathje und dem parteilosen Vorsitzenden der Bad Bodenteicher SPD-Ratsfraktion, Jörg Bohnecke, angeboten, „als vertrauensbildende Maßnahme unter deren Regie gemeinsam das Plakat an einem geeigneten Ort wieder aufzuhängen“.

Das lehnen Rathje und Bohnecke aber ab. „Wir nehmen dieses Angebot nicht an. Wir erwarten, dass sich Herr Schulz öffentlich für sein Fehlverhalten entschuldigt“, sagt Bohnecke gegenüber der AZ. Er schlägt vor, dass Schulz seine Entschuldigung auf der Sitzung des Bad Bodenteicher Rates am Donnerstag, 8. September, vorbringt. Darüber will Schulz nach eigenen Worten nun nachdenken. Er sei sich aber nicht sicher, ob das in diesem Rahmen erlaubt sei.

Außerdem betont der CDU-Politiker, er habe im Gespräch mit der AZ zu keiner Zeit behauptet, dass das Plakat – anders als berichtet – an einem lackierten Laternenmast hing, was auch tatsächlich nicht der fall gewesen sei. „Ich habe nur darauf hingewiesen, dass mehrere Plakate der SPD an solchen hingen, Herr Rathje mir aber an dem besagten Mittwochabend gesagt habe, er hätte diese inzwischen entfernt“, erläutert Schulz.

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