Ratsgruppe beantragt Ganztagsbetrieb für drei Standorte

Schule: SPD/UWG will Fakten schaffen

+
Die Sternschule, die Grundschule Oldenstadt und die Lucas-Backmeister-Schule sollen aus Sicht der SPD-/UWG-Stadtratsgruppe in offene Ganztagsschulen umgewandelt werden. Dann könnten diese Standorte von Schülern je nach Wunsch entweder halbtags oder ganztags besucht werden.

Uelzen. In der Diskussion um Ganztagsgrundschulen haben sich die SPD und die UWG als erste Gruppe des Uelzener Stadtrates positioniert: Sie fordern, in einem ersten Schritt zum Schuljahr 2016/2017 in der Sternschule, der Lucas-Backmeister-Schule und der Grundschule Oldenstadt den offenen Ganztagsbetrieb aufzunehmen.

Dafür hat sich die Gruppe mehrheitlich bei zwei Gegenstimmen ausgesprochen, berichten die SPD-Ratsherren Kurt Zyplis und Jörg Kramer.

Die fünf anderen Grundschulen im Stadtgebiet sollten aus Sicht der Gruppe zunächst als verlässliche Einrichtungen erhalten bleiben. Geschlossen würde demnach eine Grundschule erst, wenn dort weniger als 13 Schüler aus dem Schulbezirk in einem Jahrgang eingeschult würden. In weiteren Schulen solle der Ganztagsbetrieb nach Bedarf folgen. An der Hermann-Löns-Schule könnte aber laut Antrag ebenfalls zum Schuljahr 2016/2017 ein Hort eingerichtet werden. „Wir müssen jetzt mal Nägel mit Köpfen machen“, sagt Zyplis. Bei der Ratssitzung im März müssten „Fakten geschaffen“ werden, denn nach dem Willen der SPD sollten Erstklässler schon in diesem Sommer an einer der geplanten Ganztagsgrundschulen eingeschult werden können, wenn sie dort ab Sommer 2016 am Ganztagsprogramm teilnehmen wollen. So müssten sie nicht zur zweiten Klasse die Schule wechseln.

Für einen Ganztagsbetrieb an der Stern-, Backmeister- und Grundschule Oldenstadt hatte sich nach Informationen Zyplis’ auch mehrheitlich die Arbeitsgruppe zur Zukunft der Grundschulen ausgesprochen. Im Sommer hätten dann die Leiter der Uelzener Grundschulen die Wünsche geäußert, dass mit mindestens drei offenen Ganztagsgrundschulen zum Schuljahr 2016/2017 gleichzeitig gestartet wird. Diesem Wunsch wolle die SPD mit ihrem Antrag nachkommen, so Zyplis und Kramer. Die Umgestaltung der Schulen lohne sich nur, wenn es dort mindestens dreizügige Jahrgänge gebe, um ausreichend Lehrerstunden und somit ein qualitatives Angebot erreichen zu können. Neben der Wirtschaftlichkeit spreche auch die Raumsituation für die Variante. An allen drei Standorten sei ein Teil des Gebäudekomplexes durch den Wegfall der Hauptschulen frei geworden, der nun ein Nachmittagsprogramm ermögliche. Somit gebe es dort mehr Platz, als für die Unterrichtung der Klassen benötigt. Der Investitionsbedarf bei dieser Variante läge laut SPD bei rund 499 700 Euro.

Von Diane Baatani

Kommentare