Ausschuss empfiehlt mit knapper Mehrheit den SPD/UWG-Antrag / Stadtelternrat ist verärgert

Schul-Diskussion bleibt spannend

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Bei der Sitzung des Schulausschusses am Mittwochabend machten sich wieder zahlreiche Eltern für ihre jeweiligen Schulen stark. Die Diskussion zwischen Politikern, Schulleitern und Elternvertreterin wurde aufmerksam vom Publikum verfolgt.

Uelzen. Einen hitzigen Schlagabtausch haben sich die Politiker im Schulausschuss geliefert – vor den Augen zahlreicher aufmerksamer Eltern, die mit ihrer eigenen Meinung kaum an sich halten konnten.

Schließlich wurde aber in der Sitzung am Mittwochabend doch noch abgestimmt: Die SPD-Mitglieder sowie Birgit Alt, gewählte Vertreterin des Stadtelternrats, sprachen sich zu sechst bei fünf Gegenstimmen dafür aus, dass die Stern-, Lucas-Backmeister- und die Grundschule Oldenstadt zum Schuljahr 2016/2017 den Ganztagsbetrieb aufnehmen. Damit steht eine Empfehlung für den Verwaltungsausschuss fest. Dort und anschließend im Stadtrat kann die Entscheidung allerdings wegen einer anderen Konstellation anders ausfallen.

Dass Birgit Alt als Zünglein an der Waage ihre Hand für den SPD/UWG-Antrag hob, verärgert den Stadtelternrat. „Sie hatte einen ganz anderen Auftrag“, kritisiert die Vorsitzende Dr. Annette Murawa. Das Gremium habe sich am Abend zuvor geeinigt, sich für einen Ganztagsbetrieb zunächst an lediglich ein oder zwei Schulen auszusprechen. Zudem sei der Stadtelternrat dagegen, wegen der einmaligen Unterschreitung einer Anmeldezahl von 13 Schülern eine Schule zu schließen. Der SPD/UWG-Antrag hingegen könnte das Aus für eine der kleineren Grundschulen bedeuten. Denn die SPD fordert, dass die Grundschulen auslaufen, bei denen die Einschulungszahlen auf unter 13 Schüler aus dem Schulbezirk fallen. Nach Aussage von CDU-Ratsherr Henning Gröfke hieße dies das Ende für die Schule Molzen, da dort diese Mindestzahl voraussichtlich nur dadurch erreicht werde, dass mehr Kinder von außerhalb aufgenommen werden. [...]

Von Diane Baatani

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