Geld für Antrag von Fördermitteln in Kreishaushalt eingestellt

Schritt zum Klimakonzept

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Wie kann im Landkreis Uelzen eine bessere Energie-Effizienz erreicht werden? Beispielsweise durch Dämm-Maßnahmen an Gebäuden? Ein Klimaschutzkonzept soll Wege aufzeigen.

Uelzen/Landkreis. In ein Herzensthema der Kreistagsgruppe „Die Grünen/Bündnis Zukunft“ kommt Bewegung: In 2014 soll der Weg für ein Klimaschutzkonzept für den Landkreis Uelzen bereitet werden.

Wie die Vorsitzende der Gruppe, Birgit Ohrenschall-Reinhardt, im AZ-Gespräch sagte, sei im Kreishaushalt Geld eingestellt worden, das für ein Antragsverfahren zu Fördermitteln für ein Klimaschutzkonzept gedacht sei. Wie Kreissprecher Martin Theine dazu erklärt, handelt es sich um einen Betrag von 5000 Euro.

Birgit Ohrenschall-Reinhardt spricht von einem ersten Schritt hin zu einem Klimaschutzkonzept für den Landkreis, auf das die Gruppe bereits lange dränge. Rückblick: Im August 2012 hatte „Die Grünen/Bündnis Zukunft“ erstmals den Antrag für ein Klimaschutzkonzept gestellt, mit dem Vorschläge zu einer effizienteren Energienutzung im Landkreis samt Handlungsempfehlungen entwickelt werden sollen.

Seinerzeit stieß die Gruppe auf Widerstand von Politik und Verwaltung. Argumentiert wurde, dass man zunächst Ergebnisse eines Klimaschutzkonzeptes der Stadt Uelzen abwarten sollte, um von den Erfahrungen zu profitieren, aber auch um nicht womöglich mit zwei Konzepten zu den gleichen Ergebnissen zu kommen. Das Konzept der Stadt könne als Blaupause dienen, hieß es vom Leiter des Bau- und Umweltdezernates, Frank Peters, damals.

Am Klimaschutzkonzept für die Stadt wird mittlerweile gearbeitet, es soll im Mai vom Stadt- und Regionalentwicklungsbüro „KoRis“ fertig vorgelegt werden. „Damit hätten wir nun die Grundlage, auf der wir aufbauen können“, sagt Ohrenschall-Reinhardt und hält es deshalb für wichtig, dass die Fördermittel für ein Konzept für den Kreis zeitnah beantragt werden. Schließlich dürfe die Chance, Gelder für die Umsetzung zu erhalten, nicht vertan werden.

Der Landkreis könnte auf Fördermittel des Bundesumweltministeriums zurückgreifen. Mit der sogenannten „Nationalen Klimaschutzinitiative“ werden seit 2008 Projekte gefördert, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. In den ersten vier Jahren wurden mehr als 12 300 Projekte bundesweit unterstützt, heißt es auf der Homepage der Initiative. Die Stadt Uelzen bekommt ihre Kosten für das Klimaschutzkonzept von rund 55 000 Euro zu 85 Prozent erstattet.

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