Im vierten Quartal will die Telekom die ersten Anschlüsse im Stadtgebiet auf Breitband schalten

Schnelles Surfen im Netz ab Herbst

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Marlis Kämpfer von der Wirtschaftsförderung und Manfred Rücker von der Telekom (rechts) stellten Bürgermeister Jürgen Markwardt die Ausbaupläne vor.

Uelzen. Die Deutsche Telekom will bereits ab dem vierten Quartal in diesem Jahr die ersten schnellen Internetzugänge im Bereich des Vorwahlgebietes 0581 freischalten, kündigte Manfred Rücker, Vertriebsbeauftragter Nord des Bonner Kommunikationsunternehmens, an.

„Wir werden je nach Entfernung zum Schaltgehäuse Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde ermöglichen“, so Rücker bei der Vorstellung der Pläne gestern Morgen im Uelzener Rathaus.

Die Entfernung zum Schaltkasten ist insofern entscheidend, da die Telekom nur die Kupferkabel von der Vermittlungsstelle zum Multifunktionsgehäuse (MFG, die grauen Kästen am Straßenrand) gegen Glasfaser austauscht. Glaserfaser-Hausanschlüsse wird es nicht geben. Mit dieser so genannten Vectoring-Technik werden die vorhandenen Kupferleitungen zu den einzelnen Hausanschlüssen weiter genutzt. Je weiter also ein Teilnehmer von einem MFG entfernt wohnt, desto höher ist der Verlust an Übertragungsgeschwindigkeit.

Der Kreis und sein Partner LüneCom setzen hingegen auf Glasfaser bis ins Haus. Dieses Netz garantiere 50 Megabit pro Sekunde mindestens. „Die Bandbreite ist nach oben nahezu unbegrenzt, da das Glasfasernetz zurzeit die nachhaltigste Technik ist“, sagt Marlis Kämpfer von der Wirtschaftsförderung von Stadt und Landkreis Uelzen. Neben den 1000 Haushalten, die Kreis und LüneCom am Rande des Uelzener Stadtgebietes anschließen wollen, sind es 200 Gewerbebetriebe, die über den Kreis ans Glasfasernetz (66 Kilometer) kommen. Bürgermeister Jürgen Markwardt nennt den Anschluss ans Breitband ebenso bedeutsam, wie den Anschluss der Stadt an das Telefonnetz. „Es ist die Verbindung zur Welt. Man braucht es einfach.“

Manfred Rücker von der Telekom betonte, dass es auch mit der Vectoring-Technik möglich sei, gleichzeitig Filme über das Internet zu schauen und im Netz zu surfen. Beim Herunterladen erhöhe sich die Geschwindigkeit auf bis zu 100 Megabit, beim Heraufladen von zehn auf 40 Megabit. „Das ist schon ein ordentlicher Sprung“, so Rücker. 50 Kilometer Glasfaser werde die Telekom verlegen, 73 graue Kästen aufrüsten und einen zweistelligen Millionenbetrag in Uelzen investieren.

Von Jens Schopp

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