Schneller ins Netz per Funk

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Bis Ende 2011 sollen die meisten „weißen Flecken“ im Kreis Uelzen mit schnellem Internet erschlossen sein. Neben Kabeln setzt Vodafone dabei auch die moderne Funktechnik ein.

bs Uelzen/Landkreis. Der Telekommunikationsanbieter Vodafone wird die „weißen Flecken“ bei der Internet-Versorgung im Kreis Uelzen nicht nur mit Kabeln, sondern auch auf Basis der neuen LTE-Technologie erschließen. Das hat das Unternehmen jetzt angekündigt. Die Abkürzung steht für „Long Term Evolution“ und bezeichnet die Funktechnologie, mit der durch die Nutzung der Frequenzen im 800-Megahertz-Bereich wesentlich höhere Datenübertragungsraten bei der Internetnutzung möglich sind.

Für den Kreis Uelzen bedeutet das konkret, dass erheblich mehr Flächen mit schnellem Internet versorgt werden können als im Ergebnis der Cluster-Ausschreibung auf Basis der UMTS-Technologie vorgesehen war. Da die Planungen mit der neuen Technologie noch laufen, kann Vodafone aber noch keine Auskunft geben, in welchen Gebieten des Kreises Uelzen zuerst ausgebaut wird.

Die Breitband-Versorgung mit der neuen Funktechnologie soll spätestens Ende 2011 abgeschlossen sein. Den ersten größeren Bereich wolle Vodafone bereits Anfang kommenden Jahres in Betrieb nehmen, teilte das Unternehmen mit. Es erwartet, dass bis zu diesem Zeitpunkt auch die für die Technologie erforderlichen neuen Endgeräte auf dem Markt sind.

Zudem hat Vodafone angekündigt, in der Region fünf neue Funktürme zu errichten und 17 bestehende aufzurüsten. Insgesamt sollen im Heide-Cluster – den Kreisen Uelzen, Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Soltau-Fallingbostel – rund 24 000 Haushalte mit schnellen Internetverbindungen von mindestens zwei Megabit pro Sekunde versorgt werden.

Nach Aussage des niedersächsischen Wirtschaftsministers Jörg Bode wird es nach der jüngsten Cluster-Ausschreibung keine weitere Ausschreibung für die noch verbleibenden „weißen Flecken“ in der Heide geben. Bode erwartet wegen der sehr verstreut liegenden Gebiete keine positiven Ausschreibungsergebnisse. Marlis Kämpfer, Leiterin der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“, geht jedoch davon aus, dass der Verzicht auf die zweite Ausschreibung mit einer besseren Flächenversorgung durch den Einsatz der LTE-Technologie mehr als wettgemacht werden kann.

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