Schneller ins Internet

Vodafone rüstet nächste Woche den Kreis für LTE-Mobilfunktechnologie.

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath. Für große Teile des Landkreises werden Mitte nächster Woche die technischen Voraussetzungen für den schnelleren Zugang zum Internet geschaffen. Suderburg, Holdenstedt, Hansen und der Blaue Berg (Uelzen) gehören bundesweit zu den ersten von zunächst mehreren hundert Standorten von Sendeanlagen, die der Telekommunikationsanbieter Vodafone im Rahmen der bundesweiten Initiative für einen besseren Internetanschluss der ländlichen Regionen jetzt umrüstet.

Mit der neuen, besonders leistungsstarken LTE-Mobilfunktechnologie können dann Haushalte in Uelzen, Suderburg, Wrestedt, Wieren, Stadensen, Gerdau, Bad Bevensen und Schwienau „in Windeseile durchs World Wide Web surfen“, wie Vodafone verspricht. Suhlendorf, Rosche und Stoetze werden zudem über Polau und Waddeweitz angeschlossen. Bis Ende März 2011 sollen bundesweit insgesamt 1500 Standorte mit der neuen Breitbandtechnologie ausgestattet sein. Davon sollen bis zum Jahresende auch weitere Gemeinden im Landkreis Uelzen profitieren, heißt es bei Vodafone. Welche Orte dies genau sein werden, sei derzeit aber noch offen, sagte ein Unternehmenssprecher auf AZ-Nachfrage.

„Mit der Bereitstellung der neuen Technologie leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer hochmodernen Kommunikationsinfrastruktur sowie zur Stärkung der Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region“, sagt Oliver Bock, Vodafones Regionalleiter Nord. Vodafone hat bei der Frequenz-auktion der Bundesnetzagentur Ende Mai in großem Umfang neue Funkfrequenzen ersteigert.

Die Long Term Evolution-Technik (LTE) ermöglicht je nach Standort Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde – ein Vielfaches der bisherigen Leistung. „Fürs Kaffeeholen während des Aufbaus einer Internetseite bleibt nun keine Zeit mehr“, sagt der Regionalleiter.

Ohne großen Aufwand werden Techniker die Sendeanlagen umrüsten. Für den Anschluss an das moderne Mobilfunknetz müssen lediglich einige Antennen ausgetauscht werden. „Die Veränderungen sind für den Laien kaum zu erkennen“, betont Bock. Da die Breitbandverbindung drahtlos hergestellt wird, erübrigen sich aufwändige, zeitintensive und teure Erdarbeiten zur Kabelverlegung. Auch der Zugang über das Kupferkabel bis zum Haus, die so genannte letzte Meile, entfällt.

„Das mobile Internet ist ebenso schnell, sicher und leistungsstark wie ein Festnetzanschluss“, versichert Bock. Durch seinen geringen Energiebedarf arbeite es zudem äußerst umweltschonend. Nach Auskunft von Vodafone werden die Geräte für den Empfang der neuen Funksignale bis Dezember im Handel verfügbar sein.

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