Polizei überführt professionelle Metalldiebe / Mehr als 200 Beamte im Einsatz

Schlag gegen Kupfer-Klau

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Auf wertvolles Kupfer hatten es die Diebe abgesehen, um es an entsprechende Firmen weiterzuverkaufen. Der Schaden beträgt mehrere hunderttausend Euro.

ib Uelzen/Lüneburg. Mit den Festnahmen von acht Männern an der Uelzener Nordallee am Montagmorgen (AZ berichtete) ist der Landes- und Bundespolizei sowie der Staatsanwaltschaft Lüneburg nach mehreren Wochen intensiver Ermittlungen ein bedeutender Schlag gegen eine internationale Täterbande gelungen, die sich auf professionellen Buntmetalldiebstahl spezialisiert hatte.

Nach einem versuchten Kupferdiebstahl auf einem Betriebsgelände Im Neuen Felde in der Nacht zu Montag konnten Einsatzkräfte der Polizei Uelzen und der Bundespolizei noch in der Nacht und in den Morgenstunden insgesamt zwölf Männer und eine Frau in Uelzen vorläufig festnehmen.

Mehrere Tonnen Buntmetall erbeutete die serbisch-slowenische Tätergruppe im norddeutschen Raum.

Zeugen hatten beobachtet, wie die Einbrecher über einen Zaun des besagten Firmengeländes gestiegen waren und ein Fenster zum Kupferlager aufgebrochen hatten – sie alarmierten die Polizei, die einige Täter auf frischer Tat schnappte und die Fahndung nach weiteren Tätern einleitete. In dieser Nacht hatte außerdem ein aufmerksamer Lkw-Fahrer gemeldet, dass sich bei Rätzlingen Personen verdächtig in einem Graben versteckt hätten – eine Streifenwagenbesatzung stellte die Männer und konnte schnell den Zusammenhang zur aktuellen Fahndung nach den Metalldieben herstellen. Die Polizei sicherte außerdem mehrere Fahrzeuge, die unter anderem für den Abtransport der Beute bereitgestellt waren.

Mehr als 100 Einsatzkräfte der Bundespolizei durchsuchten am Montag bis in den späten Abend insgesamt elf Wohnungen und Nebengebäude der serbisch-slowenischen Tätergruppe in Hamburg. Dabei stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial wie Kontounterlagen, Belege und Werkzeuge sicher. Darüber hinaus wurden insgesamt acht zum Teil hochwertige Fahrzeuge der Marken Mercedes, Audi, Opel und VW, Mobiltelefone, Laptops, Kameras, Armbanduhren und Bargeld in Höhe von mehr als 10 000 Euro beschlagnahmt.

Insgesamt werden der serbisch-slowenischen Tätergruppe im Alter zwischen 23 und 43 Jahren – alle stammen aus dem Raum Hamburg – mehr als 15 Buntmetalldiebstähle und Einbrüche im großen Stil im norddeutschen Raum vorgeworfen. Die Bande erbeutete bei ihren Einbrüchen unter anderem auf Bahngelände und Gewerbebetrieben in Lüneburg, Uelzen und Bergen (Landkreis Celle), in Maschen (Landkreis Harburg) sowie in Glückstadt, Hohenwestedt, Ellerau, Büttel, Oststeinbeck und Langeln (alle Schleswig-Holstein) und auch in Halstenbek und Hamburg Buntmetalle im hohen zweistelligen Tonnen-Bereich. Das Metall verkauften sie wiederum an entsprechende Firmen, die die Polizei ebenfalls identifizieren konnte. Die Ermittler beziffern den Schaden derzeit mit mehreren hunderttausend Euro.

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